Frank Vogel beantwortet KabelJournal-Fragen

Frank Vogel beantwortet KabelJournal-Fragen
Zum Bild: Mario Totzauer, Frank Vogel und Matthias Bergner (v.l.n.r.)

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(MT) EHRENFRIEDERSDORF: Der CDU-Kreisverband Erzgebirge ist der größte in Sachsen. Am 9. 2007 Juni hatten sich die CDU-Kreisverbände Annaberg, Aue-Schwarzenberg, Mittleres Erzgebirge und Stollberg vereinigt.

Frank Vogel, beim CDU-Parteitag in Burkhardtsdorf zum Kreisvorsitzenden im Erzgebirge gewählt, traf sich am 22. Juni 2007 mit zwei Mitarbeitern des erzgebirgischen Lokalfernsehens zu einem Spaziergang durch die heimische Natur. Man kannte sich bereits durch Begegnungen bei zahlreichen Veranstaltungen. Der Politiker Frank Vogel und die Fernsehleute Matthias Bergner und Mario Totzauer wollten sich in lockerer Atmosphäre beim Wandern am Greifenbachstauweiher noch näher kennen lernen.
Frank Vogel ist 50 Jahre alt, in Sosa zu Hause. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 17 Jahren arbeitet Frank Vogel im Auer Landratsamt als stellvertretender Landrat. Bei einer Rast beantwortete er die Fragen des KabelJournal- Chefredakteurs.

Mario Totzauer: “Unser künftiger Kreis wird Erzgebirgskreis heißen. Was mögen Sie am Erzgebirge?”
Frank Vogel: “Ja, das Erzgebirge ist meine Heimat. Hier bin ich geboren, hier lebe ich. Ich mag die herrliche Natur. Ich bin gern draußen. Ich mag aber vor allem die Menschen, die hier leben – ihre Mentalität, ihre Unbekümmertheit und auch ein Stück weit ihre Zurückhaltung, ihre Bescheidenheit. Und das ist das, was mich fasziniert. Und deshalb bin ich gerne hier.”

Mario Totzauer: “Warum war die CDU im Erzgebirge so viel schneller, als die Verwaltungsreform? Wir haben es ja quasi mit dem ersten sächsischen CDU-Kreisverband zu tun, der sich im Hinblick auf die Kreisreform zusammengeschlossen hat.”
Frank Vogel: “Also man kann das eigentlich unter die Überschrift setzten, weil wir Erzgebirgler sind. Wir haben uns dazu entschlossen, weil wir gespürt haben, auch aus der Mitgliederschafft heraus, dass uns dieses Erzgebirge eint. Schon über die letzten Jahre, Jahrzehnte hin. Dass wir alle in dem Gedanken auch geeint sind, etwas für diese Menschen im Erzgebirge zu tun und natürlich glauben wir mit dieser Fusion zu diesem Erzgebirgskreisverband mit 1.800 Mitgliedern, mit drei Bundestagsmandatsträgern, mit 5 Landtagsmandatsträgern in unserem Kreis auch eine gewisse politische Macht und Stärke zu haben. So dass wir uns auch, wenn wir die Geschlossenheit hergestellt haben, viel besser darstellen können.”

Mario Totzauer: “Nun gab es in unserer Region in jüngster Zeit eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit dem Bevölkerungsrückgang oder mit dem Fachkräftemangel beschäftigt haben. Welche Entwicklung sehen Sie auf dem Gebiet?
Frank Vogel: “Wir werden sicherlich nicht zu einer Wachstumsregion werden, das muss man ganz kritisch sagen. Aber unsere Aufgabe wird es sein, dass wir unsere Region ein Stück weit besser vermarkten. Ich denke, wir haben als Erzgebirger sehr gute Voraussetzungen. Wir sind sehr gut im Bereich Kultur, Tourismus aufgestellt, als ein Punkt. Aber was wir momentan noch zu wenig tun, dass ist unsere Vorzüge, unsere Schlagkraft im wirtschaftlichen Bereich aufzustellen. Wir sind sehr gut im industriellen, im mittelständigen Bereich, im Kleinunternehmerbereich aufgestellt, im Bereich der Dienstleistungen, Handwerkerleistungen sehe ich die Chance, dass wir uns unter dem Dach Erzgebirge besser vermarkten können, einen gewissen Imagewandel darstellen können und nach außen hin, ein Stück weit dokumentieren können, es lohnt sich in diesem Erzgebirge zu leben und auch zu arbeiten. Wir haben so eine Vielfalt in den einzelnen Bereichen, dass eigentlich auch perspektivisch sicherlich die jungen Leute hier die Möglichkeit haben, wenn sie denn die erforderlichen Leistungen bringen, die von ihnen auch erwartet werden, hier zu bleiben und hier Fuß zufassen.”

Mario Totzauer: “Nun werden Sie immer wieder als künftiger Landrat ins Gespräch gebracht. Herr Vogel, welche Ambitionen haben Sie? Wie würden Sie das Amt des Landrates anpacken?”
Frank Vogel: “Also, es ist klar, dass ich dieses Ziel verfolge. Dazu wird es noch einige Hindernisse zu bewältigen geben. Es wird Anfang kommenden Jahres eine Nominierungsveranstaltung der CDU geben, wo der CDU-Landratskandidat nominiert wird. Dort werde ich mich zur Wahlen stellen. Und dann werden die Wählerinnen und Wähler im Erzgebirge entscheiden müssen, wer künftig diesem Kreis vorsteht. Ich denke, es gibt klare Beschlüsse aus den Kreistagen heraus, hinsichtlich der Strukturen, hinsichtlich der jetzigen Kreisstädte, dass man dort entsprechende Verwaltungen vorhält, dass wir weiterhin bürgernah sein wollen, an diesen Konzepten arbeiten wir gegenwärtig in der Verwaltung, dass wir sagen, welche Leistungen müssen vorgehalten werden. Und wir haben ein gutes Team, wir haben gute Mitarbeiter, so dass es mir in dieser Richtung eigentlich nicht Angst und Bange wird, sondern ich glaube, dass wir gemeinsam diese Aufgabe bewältigen können.”

 
Quelle: KabelJournal-Nachrichten

Über Redaktion, David Decker

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