Steffen Flath: Vor einem Vierteljahr schien das undenkbar

In einem Gespräch mit der Freien Presse hat der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und Kultusminister Steffen Flath die erfreulichen Fortschritte beim Zentralabitur hervorgehoben.

Die Kultusministerkonferenz hatte zuvor die Einführung einheitlicher Bildungsstandards für die Abiturprüfungen in Deutschland beschlossen, ein Zentralabitur derzeit indes abgelehnt.

„In einem föderalen System können bildungspolitische Fortschritte nicht über das Knie gebrochen werden. Ich bin froh, dass die Kultusminister heute diesen Schritt zurückgelegt haben. Vor einem Vierteljahr schien das noch undenkbar.“, stellte der Kultusminister fest. Das Ergebnis sei verständlich, da die Länder unterschiedliche Voraussetzungen mitbrächten.

„Es ist doch nachvollziehbar, dass sich Länder, die bei Pisa ganz vorn gelandet sind, eine kürzere Übergangszeit zutrauen. Dazu zählt Sachsen, das schon seit Anfang der 1990er Jahre Abiturprüfungen landesweit zentral abhält. Andere Bundesländer haben aber so stark auf die Bremse getreten, dass ich bis vor wenigen Wochen das Gefühl hatte, mit meinen Vorstellungen allein auf weiter Flur zu stehen.“, erklärt sich der Minister die Entscheidung der Kultusministerkonferenz.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern hätten sich nach Ansicht von Flath stärker ausgeprägt statt geringer zu werden. Umso wichtiger sei die Einigung auf ein Bundesinstitut zur Qualitätsentwicklung. „Es erhält den Auftrag, einheitliche, vergleichbare Standards für Abiturprüfungen zu entwickeln. Auf dem Weg bis 2012 ist das ein sinnvoller Zwischenschritt.“, zeichnet der Minister den weiteren Weg vor.

Quelle: Meldung der Sächsischen Union vom 18.10.2007

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