Bürokratieabbau ist möglich

…wenn auch nur in kleinen Schritten

Veronika Bellmann begrüßt bürokratische Erleichterung bei Antragstellung auf Ausbildungsförderung für Kunsthandwerker

Gegenüber dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit hat sich die Bundestagsabgeordnete für Freiberg und das Mittlere Erzgebirge, Veronika Bellmann (CDU), kritisch über die sächsische Ausbildungsförderung geäußert. „Grund dafür ist, dass es für die kleinen Handwerksbetriebe unseres Freistaates durch die bisherige Förderrichtlinie zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze nahezu unmöglich ist, zusätzliche Lehrstellen gefördert zu bekommen“, erklärte Frau Bellmann.

„Meiner Meinung nach, müsste jeder eingestellte Auszubildende gefördert werden, denn eine dreieinhalbjährige Ausbildung kostet einen Betrieb fünfstellige Summen, die für kleine Unternehmen ungleich schwerer aufzubringen ist, als für große Unternehmen“, führte die Abgeordnete fort.

„Daher bin ich an den Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Herrn Thomas Jurk, mit der Bitte herangetreten, zu prüfen, ob die sächsische Förderrichtlinie zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze nicht durch eine Überarbeitung den Erfordernissen der Realität angepasst werden kann. Dies ist notwendig, damit kleine Unternehmen sie nicht als Nachteil oder Bedrohung sehen. Durch sie sollen junge Menschen in den Genuss einer soliden Ausbildung kommen, die für den Wirtschaftsstandort Sachsen als Standortvorteil unverzichtbar ist“, sagte Frau Bellmann weiter.

Der Staatsminister erklärte daraufhin, dass mit der Förderrichtlinie bewusst strenge Zuwendungsvoraussetzungen geschaffen worden sind, um Mitnahmeeffekten vorzubeugen, die im Zuge der Zuschussförderung von Lehrstellen in den vergangenen Jahren beobachtet worden sind. Gleichwohl bekräftigte Herr Jurk sein hohes Interessen an der Unterstützung der Handwerksbetriebe. Daher habe sein Ministerium Überlegungen angestellt, wie die bestehenden Förderangebote für Unternehmen verändert werden können, um auf spezielle Bedürfnisse, wie die der kleinen Handwerksbetriebe, besser eingehen zu können. Hier kann man sich zum Beispiel eine höhere Förderung von „Berufsbildungsausplätzen für besondere Zielgruppen“, vorstellen, die bereits in der vor kurzem beschlossenen ESF-Förderrichtlinie Berufliche Bildung enthalten ist. Veronika Bellmann begrüßt es, dass dabei der Förderschwerpunkt auf der Unterstützung der leider immer noch hohen Zahl erfolgloser Altbewerber liegen soll. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Vorhaben in der Praxis umgesetzt werden.

„Wenigstens für die ausbildenden Firmen in der Branche der Holzspielzeugmacher und Drechsler konnte eine kleine Erleichterung hinsichtlich der Bürokratie bei der Antragsstellung auf Ausbildungsförderung erzielt werden“, freut sich die Bundestagsabgeordnete. Bislang konnten nur die ausbildenden Firmen selbst Fördermittel für Ihre Auszubildenden beantragen, was mit einem immensen bürokratischen Aufwand verbunden war. Durch die Schaffung des Ausbildungsverbundes der Holzspielzeugmacher und Drechsler ist die Erleichterung dahingehend realisiert worden, dass nun der Verbund die Antragsstellung von staatlichen Zuschüssen für seine Mitgliedsfirmen übernehmen kann.

„Zwar ist die Bürokratie dadurch nicht weniger geworden, aber wenigstens ist eine Entlastung beim Papierkrieg der kleinen Handwerksbetriebe erreicht worden”, sagte Veronika Bellmann abschließend.

Quelle: Büro Veronika Bellmann MdB

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