Christliche Eltern unsicher bei religiöser Erziehung

idea.de-Pressebericht:

Familie & Soziales

Alexander Krauß MdLL e i p z i g (idea) – Bei der religiösen Erziehung ihrer Kinder haben viele Christen Nachholbedarf. Das sagte der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag und stellvertretende Arbeitskreis-Vorsitzende für Soziales, Gesundheit, Familie, Frauen und Senioren, Alexander Krauß (Schwarzenberg), bei einer Veranstaltung der Landeskirchlichen Gemeinschaft zum Thema „Frühkindliche Bildung“ am 10. November in Leipzig.

So seien viele Eltern unsicher, wie sie ihren Kindern christliche Inhalte vermitteln sollten und überließen dies christlichen Kindertagesstätten. „Für die Erziehung – auch für die religiöse – sind die Eltern aber die entscheidenden Bezugspersonen“, so Krauß. Kindergärten und Schulen könnten da stets nur eine Ergänzung sein. Gerade die religiöse Erziehung sei ein Prozess, der Zeit brauche und möglichst früh beginnen sollte. „Der Glaube ist keine Fünf-Minuten-Terrine, die man umrührt und dann ist er da.“ Der Politiker und bekennende Christ regte an, mit den eigenen Kindern regelmäßig zu beten und auch den Tauftag zu feiern. So bekämen Kinder ein Gespür dafür, dass „es etwas Besonderes ist, zu Gott zu gehören“.

Soziale Gerechtigkeit: Ehrlich von „Unterschicht“ sprechen
Im Blick auf das Thema soziale Gerechtigkeit forderte der Politiker, bestehende Probleme nicht länger mit beschönigenden Vokabeln „zu verkleistern“. Er plädierte dafür, statt von „sozial benachteiligten Menschen“ ehrlich von „Unterschicht“ zu sprechen. Denn wie in jedem anderem Land gebe es auch in Deutschland eine solche Unterschicht. Die zeichne sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich trotz vorhandener Zeit nicht genügend um die eigenen Kinder kümmere. Würden einem Kind aus einer intakten Familie in den ersten sechs Lebensjahren durchschnittlich 1.700 Stunden vorgelesen, so seien es bei einem Kind aus einer „sozial schwachen“ Familie gerade einmal 24 Stunden. Solche Defizite könnten Lehrer in der Schule nicht ohne weiteres auffangen. Bereits jetzt hätten in Sachsen 20 Prozent der Erstklässler sprachliche Defizite. Und die Tendenz steige, so Krauß.

Zum Bild: Der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag und stellvertretende Arbeitskreis-Vorsitzende für Soziales, Gesundheit, Familie, Frauen und Senioren, Alexander Krauß. –Foto: idea e.V.

Quelle: Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V.

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