Weihnachtsland Erzgebirge und mehr …

Für uns Erzgebirger hat wieder die schönste Zeit im Jahr begonnen. Das Dunkel der kurzen Tage wird durch abertausende Lichter überstrahlt. Tradition und Brauchtum der Bergleute, die aus der Sehnsucht nach dem Licht und starken christlichen Wurzeln herrühren, sind untrennbar mit der Erzgebirgs-Weihnacht verbunden. In Scharen kommen in diesen Wochen Touristenbusse und Individualreisende ins Gebirge, um im „Weihnachtsland“ vom Alltag entrückt und ein wenig von der Stimmung verzaubert zu werden. Hotellerie und Gastronomie sowie die Hersteller und Händler von Volkskunstartikeln, Reiseunternehmen und viele andere in der touristischen Leistungskette zehren monatelang von den Umsätzen in diesen Wochen.

Deshalb ist es umso wichtiger, das Erzgebirge als touristische Ganzjahresdestination fit zu machen. Der künftige Landkreis Erzgebirge ist eine einmalige Chance dafür, die Kräfte zu bündeln, denn die für eine starke touristische Region am heftig umkämpften Reisemarkt sind längst nicht ausgeschöpft. Die CDU des Erzgebirgskreises wird sich aktiv einbringen, um den Stellenwert der Tourismusbranche aus arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischer Sicht noch stärker als bisher ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und nach Kräften zu unterstützen.

Die im vorigen Monat veröffentlichte Studie der IHK Südwestsachsen zur Tourismuswirtschaft hat belegt, dass der Tages- und Übernachtungstourismus im Erzgebirge jährlich für über 880 Mio € Umsatz sorgt und 34.000 Menschen (Vollzeitäquivalente!) Arbeit und Beschäftigung sichert. Der Tourismus ist somit ein wichtiger Teil wirtschaftlicher und struktureller Entwicklungsperspektive für die Region. Die Zahl der Übernachtungsgäste und Tagesbesucher gilt es für die Zukunft weiter zu erhöhen.

Dies wird uns nur gelingen, wenn wir die Kräfte bündeln und an einem Strang ziehen. Eine Zerstückelung der Marketingkraft, in finanzieller wie in personeller Hinsicht durch regionale, auch örtliche Egoismen ist kontraproduktiv und läuft gegen den Trend bei den Mitbewerbern, die durch Konzentration der Mittel den nationalen und internationalen Reisemarkt durchdringen. Den Touristen interessieren keine Verwaltungsgrenzen. Er weiß, je weiter er vom Erzgebirge entfernt wohnt, nicht einzuordnen, ob sein Reiseziel nun Ost- oder Westerzgebirge, „Silbernes Erzgebirge“, Oberes Erzgebirge oder was auch immer ist. Durch den „Friedhof von Prospekten, Marken und Logos“ wird er eher abgeschreckt.

Der neue Landkreis Erzgebirge soll Vorreiter und Vordenker sein, über die künftigen Kreisgrenzen hinaus mit guten fachlichen Argumenten und einem ausgeprägten Gefühl für Gemeinsamkeiten die gesamte geografische Region des Erzgebirges touristisch als wettbewerbsfähige Destination in Deutschland und im näheren europäischen Raum zu positionieren.

Von einem florierenden Tourismus profitieren alle. Tourismus vermittelt Heimatwerte und trägt dazu bei, die Lebensqualität für die Bewohner der Region zu erhöhen.

Und wo sich wiederum die Menschen wohl fühlen, lassen sich auch Investoren gerne nieder, sagte einmal der jetzige Kanzleramtsminister Dr. Thomas de Maiziere.

Das Erzgebirge ist traditionell bekannt für seine Gastfreundschaft und Tradition. Bei aller Heimatliebe sind wir Erzgebirger weltoffen und tolerant. Bei uns sind alle Gäste willkommen und sicher. Und so wollen wir in der Vorweihnachtszeit nicht über Staus und stockenden Verkehr durch viele auswärtige Besucher stöhnen, sondern allen, die ihr Ziel noch suchen, freundlich den Weg weisen oder anderweitig behilflich sein.

Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2008.

Ihre Uta Windisch

Quelle: Büro Uta Windisch MdL

Über Redaktion, David Decker

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