Chinaschilf als anbauwürdig vorgestellt

KabelJournal-Pressebericht:

Alexander Krauß MdL(MT) LAUTER: Bis zu 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs lassen sich laut Christian Röhricht von der Landesanstalt für Landwirtschaft aus erneuerbaren Energien herstellen. Der Agrarexperte für nachwachsende Rohstoffe referierte am Abend des 8. Januar in Lauter auf Einladung des CDU-Landtagsabge- ordneten Alexander Krauß über Energiepflanzen.

Röhricht stellte Weiden, Pappeln und das Chinaschilf als anbauwürdige Pflanzen zur Energiegewinnung vor. Mit dem Chinaschilf könnten Erträge von bis zu 20 Tonnen Trockenmasse je Hektar und Jahr erzielt werden. Drei Tonnen des Chinaschilfs könnten eine Tonne Heizöl aufwiegen. Schnellwachsende Hölzer wie Pappeln und Weiden seien ebenfalls eine Alternative.

Die große Nachfrage nach Energiepflanzen habe sich bereits positiv für die Landwirte ausgewirkt, sagte CDU-Landtagsmitglied Alexander Krauß. So hätten sich die Erträge aus dem Getreideanbau innerhalb von zwei Jahren verdoppelt – allein weil immer mehr Fläche für den Anbau der Energiepflanzen benötigt werde. Nunmehr werde die Dezitonne Getreide mit über 20 Euro gehandelt. Auf 8 Prozent des sächsischen Ackerlandes werden Energiepflanzen wie Raps oder Silomais angebaut. Da die Europäische Union bis 2020 zehn Prozent des Benzinbedarfs mit Biotreibstoffen decken wolle, werde die Nachfrage nach Energiepflanzen weiter steigen, sagte Krauß (Bild; KJ-Archiv).

Quelle: KabelJournal-Nachrichten

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