Neue Energie aus dem ländlichen Raum

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin hat den Wettbewerb “Bioenergie-Regionen” gestartet. Angesprochen sind Regionen beziehungsweise Kommunen, die mit Hilfe von Netzwerken neue Ideen zur Erzeugung und Nutzung von Bioenergie entwickeln und umsetzen wollen. Für die 16 besten Wettbewerbsbeiträge stehen je 400.000 Euro Fördergelder bereit. Erster Bewerbungstermin im zweistufigen Auswahlverfahren ist der 30. Juni 2008. Dazu erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann:

“Die Nutzung von Energie aus Biomasse bietet dem ländlichen Raum erhebliche Chancen. Voraussetzung sind umfassende Wertschöpfungsketten vor Ort, diese sollen mit Hilfe des Wettbewerbs initiiert werden. Mit der Erzeugung und Nutzung von Bioenergie sind Arbeitsplätze, Innovationen im ländlichen Raum, nachhaltige Konzepte der Landbewirtschaftung und ein gutes Stück Unabhängigkeit von Energieimporten verbunden. Der Wettbewerb Bioenergie-Regionen trägt dazu bei, die Chancen der Bioenergienutzung wieder mehr ins Blickfeld zu rücken. Auch konstruktive Ansätze für den Umgang mit Kritikern sind gefragt.

Die Landkreise Freiberg und Mittleres Erzgebirge haben meines Erachtens sehr gute Chancen, erfolgreich am Wettbewerb teilzunehmen, weil bereits umfangreiche Erfahrungen mit Bio-Energie bestehen. So hat die Bauernland Agrar AG 2001 ihre Biogasanlage in Krumhermersdorf in Betrieb genommen. Dort wird zur Zeit an einem Konzept zur Erweiterung der Kapazität gearbeitet, was ich sehr begrüße. Ein herausragendes Projekt im Landkreis Freiberg könnte ebenso gute Chancen im Wettbewerb haben“, so Veronika Bellmann. Sie erläuterte bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer der CHOREN Industries, Tom Blades am 19.02.2008 in Berlin ebenso die Möglichkeiten des Wettbewerbs. CHOREN setzt auf den Anbau von schnellwachsenden Baumarten auf landwirtschaftlichen Flächen. Mitte Februar 2008 wurde in Freiberg erstmals Energieholz geerntet.

Wie die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann weiter mitteilt, werde nicht der Bau von Anlagen gefördert, sondern innovative Konzepte, die gute Ideen entwickeln und Partner aus allen relevanten Bereichen, wie Landwirtschaft, Anlagenbau, Handwerk, Kommune, Naturschutz und Bildung an einen Tisch bringen. Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis wäre dazu ebenso erforderlich wie der Aufbau von Wertschöpfungsketten vor Ort – von der Rohstoffproduktion bis zum Endprodukt.

Nähere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen gibt es unter www.bioenergie-regionen.de.

Quelle: Büro Veronika Bellmann MdB

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