Steffen Flath MdL: Erste Lerncamps in Sachsen erfolgreich beendet

Versetzungsgefährdete Schüler starten gut vorbereitet ins zweite Halbjahr Erstmalig hat Sachsen in diesem Jahr versetzungsgefährdete Schüler während der Winterferien in zwei Lerncamps unterstützt. Insgesamt 98 Mittelschüler der achten Klassenstufe aus den Regionen Bautzen und Chemnitz nutzten dieses Angebot. Zwei Wochen lang wurden 35 Mädchen und 63 Jungen auf der Burg Hohnstein und in Papstdorf (beide Landkreis Sächsische Schweiz) individuell in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch gefördert.

Durchgeführt wurden die Feriencamps vom Sächsischen Kultusministerium und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). “Die Camps sollten die Schüler vor allem für einen guten Schulabschluss neu motivieren und mögliche Bildungschancen eröffnen. Ich denke das ist uns gelungen”, sagte Kultusminister Steffen Flath am Sonnabend auf der Abschlussveranstaltung im Camp Papstdorf. “Außerdem möchten wir damit nochmals unterstreichen, dass wir keinen Schüler zurücklassen werden. Unser Motto lautet noch immer: Jeder zählt!”, so der Minister weiter.

Insgesamt fällt das Fazit bei allen Beteiligten positiv aus. Vor allem die Jugendlichen waren von dem Mix aus Einzelgesprächen, kleineren Lerngruppen (max. 10 Schüler) und der gemeinsamen Arbeit an einem Gesamtprojekt begeistert und wollen versuchen, den Eifer und die gewonnenen Anregungen mit ins zweite Schulhalbjahr zu nehmen.

Die Schüler wurden von insgesamt 12 Lehrern, 12 Sozialpädagogen und 12 Jugendleitern gemeinsam betreut. Neben den täglich fünf mal 45 Minuten Unterricht und der Arbeit an den Gemeinschaftsprojekten wurde ein umfangreiches Freizeitprogramm angeboten.

Ähnliche Angebote, die ebenfalls vom DKJS organisiert wurden, gab es bislang nur in Hessen und Berlin. “Das Besondere an den Camps in Sachsen sind die Campbegleitungsteams aus Lehrern und Sozialpädagogen, die unsere Schüler auch nach der Rückkehr an die Schule weiter begleiten”, erklärte Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. “Aber auch die Lehrkräfte und Pädagogen lernen dazu, beispielsweise wie sie noch besser zusammen arbeiten können”, so Kahl weiter.

Zwischen den Pädagogenteams und den Schülern sind sogenannte Bildungsvereinbarungen geschlossen worden die den Schülern dabei helfen sollen, auf ihrem weiteren Lernweg an den Zielen festzuhalten und Hilfe bei eventuellen Lernkrisen anzubieten. “Das Camp-Projekt ergänzt somit optimal unsere bisherigen Anstrengungen zur individuellen Förderung der Schüler”, fügte Kultusminister Steffen Flath hinzu.

Finanziert wurden die Kosten für die Camps in Höhe von rund 170.000 Euro mit Geldern aus dem Europäischen Sozialfond sowie aus Landesmitteln. Die Schüler mussten jeweils einen Eigenanteil in Höhe von 40 Euro beitragen. Im Sommer dieses Jahres wird dem Kultusministerium der Abschlussbericht vorliegen. Danach entscheiden Ministerium und DKJS, in welcher Form die Lerncamps fortgeführt werden.

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministerium für Kultus vom 16. Februar 2008 / Staatsminister Steffen Flath MdL

Über Redaktion, David Decker

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