Mit Herz und Verstand weiter gestalten

“Freie Presse” Pressebericht:

Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer tritt für Christdemokraten am 8. Juni zur Wiederwahl an

Schwarzenberg. Unter dem Leitmotiv “Mit Herz und Verstand für Schwarzenberg” ist Heidrun Hiemer, Jahrgang 1952, vor sieben Jahren als Oberbürgermeisterin in der Großen Kreisstadt angetreten. Seither lenkt die Christdemokratin die Geschicke dieser Stadt. Im Juni stellt sie sich der Wiederwahl und hält inhaltlich an ihrem Motto fest.

“Eine Stadt zu leiten und zu gestalten ist sehr komplex. Viele Prozesse verschlingen viel Zeit, ehe Ergebnisse sichtbar werden, und Politik bedarf der Kontinuität”, sagt sie rückblickend auf das bislang Erreichte. Doch genau das sei ihr noch nicht genug. “Vieles haben wir auf den Weg gebracht, aber leider mahlen die Mühlen oft sehr langsam”, lautet eine Erkenntnis aus ihrer ersten Amtsperiode.

Verschwunden sind alle großen Industriebrachen aus dem Stadtbild. Das war einer der Punkte aus ihrem Programm von 2001. Zu diesem gehörte auch die Umgestaltung des Bahnhofs in Schwarzenberg. “Das war ein schwieriges Unterfangen, aber es ist geglückt”, sagt sie. Die Erschließung des Gewerbegebiets am Bahnhof läuft. Im Mai werde der Grundstein für die erste Halle von Hock Sachsen gelegt, auch der direkte Zugang zu den Bahngleisen wird kommen. “Wo Industriebrachen verschwunden sind, kann sich Gewerbe ansiedeln. Diese Voraussetzungen zu schaffen, ist das, was die Politik leisten kann, um Arbeitsplätze zu schaffen”, so Hiemer. Vieles geht ihr persönlich nicht schnell genug. Doch der enorme Prozess der Umgestaltung, den der demografische Wandel heute erfordert, benötige vor allem solider und durchdachter Lösungen. Als Beispiele dafür nennt sie den Stadtteil Sonnenleithe. “Wir sind froh, dass nach dem Abbruch nun auch Aufwertung möglich ist.” Für sie liege die Betonung beim Begriff “gesund schrumpfen” stets auf dem Wort gesund. Beispiel: Der Mittelschulkomplex Sonnenleithe. Aus drei mach’ eins, aber in neuer Qualität. Ein Schulhaus weicht, und für Schüler aus zwei Schulen entsteht ein neuer, zeitgemäßer Schulkomplex, der junges Leben im Stadtteil hält.

Umgestaltung setze Kompromissbereitschaft voraus, weiß sie und ist als Stadtoberhaupt dankbar für jeden Hinweis, jeden Vorschlag und jegliche Idee. Als besonders gut und konstruktiv bewertet sie die Arbeit im Stadtrat. “Wenn kontrovers diskutiert wird, dann meist um die Sache. Denn die Kommunalpolitik wird weitestgehend von Sachthemen bestimmt”, so Hiemer.

Mit dem neuen Ortsteil Pöhla zählt Schwarzenberg heute rund 19.200 Einwohner und ist damit die größte Stadt im Landkreis. Im neuen Erzgebirgskreis wird Schwarzenberg nach Annaberg-Buchholz die zweitgrößte Stadt sein. “Weiter machen, weiter gestalten”, das ist das Ziel, dem sich die 55-Jährige stellen will: “Es muss uns gelingen, junge Leute in der Region zu halten. Sie sollen hier gut arbeiten, gut leben können und ein familienfreundliches Umfeld finden.” (Matu)

Quelle: Freie Presse, Schwarzenberger Ausgabe, 29.03.2008

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