Erklärung von Georg Milbradt (Amtsübergabe)

Ministerpräsident gibt Staffelstab weiter!

Prof. Dr. Georg MilbradtDer Ministerpräsident Prof. Georg Milbradt hat sich heute nach Jahren erfolgreicher Arbeit für den Freistaat Sachsen entschlossen den Staffelstab weiterzugeben. Die Entscheidung ist getroffen worden, um einen geordneten und harmonischen Übergang zu ermöglichen. Mit Stanislaw Tillich steht ein kraftvoller und aktiver Politiker bereit, der zusammen mit der Sächsischen Union auch in Zukunft erfolgreich Politik für Sachsen gestalten wird. Er wird beide Ämter Ende Mai 2008 (Parteivorsitz am 24. Mai und Ministerpräsident am 28. Mai 2008) übergeben.

 
Lesen Sie hier das Statement von Georg Milbradt:

„Ich habe mich entschlossen, 16 Monate vor der nächsten Landstagswahl in Sachsen die Amtsgeschäfte als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Vorsitzender der Sächsischen CDU an einen Nachfolger zu übergeben. Ich schlage dafür Stanislaw Tillich vor. Er ist ein kraftvoller und erfahrener Politiker, der bereits bewiesen hat, dass er den Freistaat weiter voranbringen kann.

2004 haben die Wähler die Sächsische Politik mit der Koalition von CDU und SPD auf einen schwierigen Weg geschickt. Große Koalitionen sind überall schwierig, in Sachsen aber besonders wegen der unterschiedlichen Größe der Parteien.

Dennoch ist es uns gelungen den seit 1990 erfolgreichen Weg fortzusetzen, die Arbeitslosigkeit deutlich zu senken und eine solide Haushaltspolitik zu gestalten. Mit der Funktionalreform haben wir die staatliche und kommunale Verwaltung zukunftstauglich gemacht. Das war ein großer Kraftakt.

Im Herbst letzten Jahres hat die Finanzkrise die Börsen in aller Welt erschüttert. Auch ich als Ministerpräsident war mit aller Kraft gefragt, Schaden von unserem Land abzuhalten. Es musste sehr schnell und beherzt gehandelt werden. Schon heute wäre es nicht mehr möglich, die Arbeitsplätze in Leipzig zu retten und die Bank mit der LBBW zu verschmelzen.

Ich habe die Entscheidung meiner Amtsübergabe getroffen, weil mir ein geordneter und harmonischer Übergang wichtig ist – und um Verletzungen zu vermeiden – bei mir und bei anderen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

Sachsen hat die vergangenen 18 Jahre meines Lebens bestimmt. Auch aus heutiger Sicht möchte ich keinen Tag missen! Meine Frau und ich haben als Dresdner Bürger in Sachsen unsere Heimat gefunden.

Ich bin stolz darauf, dass ich viele Jahre diesem Land dienen und meinen Beitrag leisten durfte, dass Sachsen in bewegten Zeiten seit der Wende so erfolgreich werden konnte.

Ich bin sicher, dass meine Partei weiter führend daran mitgestalten wird.

Ich wünsche unserem Sachsen Mut, Kraft und Leidenschaft, seine Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

Ich danke Ihnen allen sehr!”

Quelle: CDU-Landesverband Sachsen, 14. April 2008

Über Redaktion, David Decker

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