MdL Uta Windisch: Vor-Ort-Aktion im Wahlkreis

Oelsnitz/Zwönitz (CB). Am 29. Oktober hatte die CDU-Landtagsabgeordnete Uta Windisch zu einer Vor-Ort-Aktion in ihrem Wahlkreis eingeladen. Programmpunkte waren ein Firmenbesuch der FSG Automotive GmbH Oelsnitz mit anschließendem Firmenrundgang, ein Stadtrundgang durch Oelsnitz, der Besuch des Bergbaumuseums und  Arbeitsessen mit Kommunalpolitikern, der Besuch des Mehrgenerationenhauses in Zwönitz und eine abschließende Diskussionsrunde mit Vertretern von Vereinen, Verbänden und Initiativen der Wohlfahrtspflege zu Fragen der sächsischen Sozial-, Gesundheits-, Familien- und Jugendpolitik. An der Aktion nahmen unter anderem auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Sächsischen Landtag, Steffen Flath, Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, MdB Marco Wanderwitz sowie weitere Landtagsabgeordnete teil.

Die FSG Automotive GmbH Oelsnitz ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Am Standort in Oelsnitz arbeiten 368 gewerbliche Mitarbeiter, 72 Angestellte, 16 Auszubildende und vier Praktikanten. Pro Jahr werden etwa 30.000 Tonnen Stahl verarbeitet. Jährlich investiert das Unternehmen etwa 10 Millionen Euro in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie neue Fertigungstechnik. „In unserer Region schlägt das Herz der verarbeitenden Industrie Sachsens. Die Politik ist aufgerufen, alles zu tun, damit die Betriebe vor Ort optimale Rahmenbedingungen vorfinden“, so Uta Windisch. Beim Firmenbesuch wurde schnell deutlich, wo der Schuh drückt. Nicht in erster Linie die aktuelle Finanzkrise macht dem Geschäftsführer Hans-Joachim Schubert sorgen, es ist eher der Mangel an Fachkräften, der derzeit Grund zum Nachdenken gibt. „Es wird für uns immer schwerer, in der Region geeignetes Fachpersonal zu finden. Das Thema Fachkräftemangel wird uns in den kommenden Jahren noch stärker beschäftigen, dort müssen wir ansetzen, denn das Vorhandensein von Fachkräften wird zukünftig ein wichtiger Standortfaktor für ein Unternehmen sein“, so Hans-Joachim Schubert. Im Anschluss stand ein Rundgang durch das Unternehmen auf dem Programm. Geschäftsführer Schubert erläuterte die Produktionsprozesse und gab den Gästen aus der Politik einen beeindruckenden Einblick in das Unternehmen.

Nach dem Firmenbesuch startete am Rathaus Oelsnitz ein Stadtrundgang mit Bürgermeister Hans-Ludwig Richter. Die Politiker wurden über aktuelle Probleme der Stadtentwicklung im Zusammenhang mit den Folgen des  Altbergbaus informiert. Uta Windisch sprach sich für einen gezielten Einsatz der Fördermittel für die spezifischen Probleme der Folgen des Altbergbaus und die Belebung von Ortskernen aus. Der Freistaat Sachsen stelle im Rahmen der Stadtentwicklung dafür Fördermittel bereit, deren koordinierter Einsatz mitunter noch Probleme bereite.

Im Anschluss ging es dann in das Bergbaumuseum Oelsnitz. Vor Ort konnten die Politiker während eines kurzen Rundganges nachvollziehen, wie in der Region einst Bergbau betrieben wurde und welchen Wandel die Region nach dem Ende des aktiven Bergbaus seit 1971 genommen hat.

Beim Arbeitsessen Untertage wurden mit Kommunalpolitikern aktuelle Probleme diskutiert. Hauptgesprächsthema war die geplante „extra Steuer“ für Gemeinden, die selbst so hohe Steuereinnahmen erzielen, dass sie nicht mehr auf Finanzzuweisungen aus der Landeskasse angewiesen sind. Sie sollen nach dem Entwurf der Staatsregierung zukünftig durch Abgaben finanzschwache Kommunen unterstützen. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass sich Leistung auch weiter lohnt und die Abgaben der betreffenden Kommunen nicht in der geplanten Höhe erfolgt“, so Uta Windisch. Über das Vorhaben wird der Sächsische Landtag noch in diesem Jahr entscheiden.

Nach dem Mittagessen ging die Tour weiter nach Zwönitz. Im Mehrgenerationenhaus empfing der Geschäftsführer der Johanniter-Unfallhilfe,  Roberto Schimana, die Delegation und stellte sein Haus vor. Erst im vergangen Jahr wurde die Einrichtung eröffnet. Politische Wegbereiter und Wegbegleiter waren und sind in erster Linie MdB Marco Wanderwitz und MdL Uta Windisch. Innerhalb eines Jahres hat sich die Einrichtung in der Bergstadt Zwönitz und darüber hinaus einen Namen gemacht. Etwa 700 Menschen nutzen pro Monat die vielfältigen Angebote, die von der Jugendbetreuung bis zum Seniorentreff reichen.

Als letzter Programmpunkt stand an diesem Tag ein Diskussionsforum mit Vertretern von Vereinen, Verbänden und Initiativen der Wohlfahrtspflege zu Fragen der sächsischen Sozial-, Gesundheits-, Familien- und Jugendpolitik auf dem Programm. Als Experte für dieses Thema stand neben Steffen Flath und Uta Windisch der  sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagfraktion Alexander Krauß. Schwerpunkte der Diskussion waren: „Hilfen zur Erziehung“, das Thema Heimunterbringung, aber auch in diesem Sektor der zunehmende Mangel an geeigneten Fachkräften.

„Für mich war es ein Tag voller interessanter Ein- und Ausblicke. Es ist wichtig, als Politiker vor Ort zu sein und zu erfahren, wo es Schwachstellen gibt, wo Handlungsbedarf besteht. Man sollte aber bei dieser Gelegenheit auch nicht verkennen, dass wir in den letzten Jahren schon sehr viel erreicht haben, auf das wir zu Recht stolz sein können“, so Uta Windisch.


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