Bundeskanzlerin lobt THW: „Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen“

merkelChemnitz. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist überzeugt vom THW als Teil des engmaschigen Sicherheitsnetzes in Deutschland. In ihrer Rede vor 900 ehren- und hauptamtlichen Führungskräften anlässlich des „Tag des THW“ in Chemnitz unterstrich die Bundeskanzlerin die Bedeutung des freiwilligen Engagements im Bevölkerungsschutz. Zuvor hatte bereits der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, die Leistungen des THW im Zusammenhang mit dem Aufbau des Bevölkerungsschutzes in den östlichen Ländern gelobt.„Das THW ist ein verlässlicher Partner im In- und Ausland. Darauf ist die Bundesrepublik stolz“, betonte Bundeskanzlerin Dr. Merkel und dankte stellvertretend den Führungskräften und THW-Präsident Albrecht Broemme für das Engagement der deutschlandweit mehr als 80.000 THW-Angehörigen. Die Regierungschefin mahnte jedoch, sich nicht auf Erfolgen auszuruhen. „Die fortschreitende Globalisierung, die Risiken durch den Klimawandel und die Verwundbarkeit unserer hochtechnisierten Gesellschaft sind Herausforderungen, denen sich auch das THW stellen muss“, sagte Dr. Merkel und verwies auf die Inhalte der Führungskräftetagung, die heute unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ zu Ende ging.

Neben den Aufgaben im Bevölkerungsschutz unterstrich die Regierungschefin zudem die gesellschaftliche Dimension der ehrenamtlichen Arbeit: „Das THW ist mit seinen 668 Ortsverbänden tief in der Gesellschaft verwurzelt. Denn ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen.“ Dazu trägt die wertvolle Jugendarbeit des THW einen wichtigen Teil bei. Besonders in strukturschwachen Gebieten sieht die Bundeskanzlerin hier ein großes Potential des THW: Ausbildung und Perspektive für Jugendliche, statt Frust und Langeweile.

Das THW wird als Einsatzorganisation des Bundes im Bevölkerungsschutz zu 99 Prozent von Ehrenamtlichen getragen. In den vergangenen 20 Jahren wurden 94 Ortsverbände in den neuen Ländern gegründet, in denen sich mittlerweile rund 8.000 Helferinnen und Helfer mit Technik und Know-how im Bevölkerungsschutz engagieren. Darunter sind 1.170 Jugendliche, die mit Spaß an die Einsatzaufgaben des THW herangeführt werden.

Bild:  Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem mit MdB Günter Baumman (l.), MdL Uta Windisch (3.v.l.) und MdL Steffen Flath (r.). Foto: Chris Bergau