Ein Wort bringt weniger Bürokratie für Gartenfreunde

Stollberg/Dresden. Sachsens Kleingärtnern wird der bürokratische Aufwand für das Vereinsleben erleichtert. Gestern Abend verabschiedete der Landtag ein entsprechendes Gesetz der Koalitionsfraktionen CDU und SPD. Demnach müssen Kleingartenvereine ihre Gemeinnützigkeit künftig nicht mehr im Abstand von drei Jahren sondern lediglich alle fünf Jahre nachweisen. „Das Berichtsunwesen für die Kleingärtner ist damit ein deutliches Stück kleiner geworden“, erklärt dazu die Landtagsabgeordnete Uta Windisch, die Mitglied des CDU-Arbeitskreises Umwelt und Ländlicher Raum ist, der diese Gesetzesinitiative initiiert hatte.

Die Änderung eines einzigen Wortes im Gesetz erzielt große Wirkung für die Gartenfreunde. Um zum Beispiel in den Genuss von günstigen Pachtpreisen zu kommen, müssen die rund 3980 Kleingartenvereine in Sachsen einen enormen bürokratischen Aufwand treiben. Der Gesetzgeber verlangt zum Nachweis der Gemeinnützigkeit ausführliche Belege über Versammlungen, Beratungen, Personalien im Verein und Angaben zum vorgeschriebenen Anbau von Obst und Gemüse. Dieser Papierkram ist nun nicht mehr alle 36 sondern nur noch alle 60 Monate nötig.

Sachsen ist das Land der Kleingärtner. Mit 217.000 Mitgliedern ist der sächsische Landesverband der mitgliederstärkste im Bundesverband der Kleingärtner. Jeder fünfte Kleingärtner in Deutschland ist demnach ein Sachse.