Europatag am Landkreisgymnasium

europaAnnaberg-Buchholz. Unter der Schirmherrschaft des heimischen Wahlkreisabgeordneten des Deutschen Bundestages, Günter Baumann (CDU), fand am 11. Juni der 5. Regionale Europatag im Landkreisgymnasium Annaberg-Buchholz statt. Gäste der Veranstaltung waren weiterhin der am letzten Sonntag neu gewählte Europaabgeordnete der CDU Dr. Peter Jahr, die Geschäftsführerin der IHK Erzgebirge Almut Beck und Dr. Tamara Uhlig vom Europa Direkt Büro.

In einzelnen Referaten und einer anschließenden Podiumsdiskussion sollten den Schülerinnen und Schülern das Thema Europa näher gebracht werden. „Europa ist bei vielen Menschen noch nicht angekommen“, so Günter Baumann zum Auftakt der Veranstaltung. Er wollte damit vor allem, vor dem Hintergrund der geringen Wahlbeteiligung zur Europawahl am 7. Juni, das Hauptproblem der Europäischen Union verdeutlichen.

Dr. Peter Jahr ging in seinem Vortrag auf die Wichtigkeit der EU ein. „Es geht nur mit Europa, nicht ohne. Die Finanz- und Wirtschaftskrise war eine Bewährungsprobe für die EU. Europa hat sich bewährt und das fast unbemerkt von der Öffentlichkeit“, so Dr. Peter Jahr. „In vielen Dingen des Alltages steckt ein großer Teil EU-Politik. Ich denke hier in erster Linie an die zahlreichen Fördermittel, die vor allem hier bei uns im Ländlichen Raum zu einer enormen Verbesserung der Situation geführt haben und weiter führen“, so Jahr weiter.

Günter Baumann beleuchtete in seinem Referat die aktuellen Probleme der Finanz- und Wirtschaftskrise. „Wirtschaft wird in den kommenden Monaten das spannendste Thema sein. Wir hatten in der Politik keine andere Möglichkeit, als einige Banken und auch das Unternehmen Opel zu retten. Das darf allerdings jetzt nicht zur Regel werden“, sagte Günter Baumann vor den interessierten Schülerinnen und Schülern.

„Auswirkung der Wirtschaftskrise in der Region Erzgebirge und regionale Maßnahmen“ war das Thema von Almut Beck. Dabei wurde deutlich, die Wirtschaft in unserer Heimat ist unterschiedlich von der Krise betroffen. Einige Unternehmen spüren eine deutliche Verschlechterung, vor allem die Betriebe, die direkt an die Automobilindustrie angeschlossen sind, andere hingegen, wie z.B. ein Großteil des Handwerks, ist von der Krise nicht betroffen.

Dr. Tamara Uhlig stellte anschließend Das EUROPE DIRECT-Informationszentrum Erzgebirge vor. Dieses wurde am 25. März von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WfE) in enger Zusammenarbeit mit dem Erzgebirgskreis im GDZ eröffnet. Das Anliegen des Informationszentrums ist die Kommunikation des Europagedankens auf regionaler und lokaler Ebene.

Zum Abschluss fand eine Diskussionsrunde statt und die Schülerinnen und Schüler stellten zahlreiche kritische Fragen, die das Handeln der Politik hinterfragten. Auch zur Wirtschaftskrise waren die Jugendlichen nicht mit allen getroffenen Maßnahmen einverstanden, besonders beim finanziellen Rettungspaket von Opel.

Europa konnte mit dieser Veranstaltung näher gebracht werden. Es wurde deutlich, das wir Europa brauchen und das es wichtig ist, sich über den Tellerrand hinaus mit europäischen Themen zu beschäftigen.