Hochwasserschutzprojekt für Aue abgeschlossen

Aue. In Aue sind die Arbeiten für den Hochwasserschutz an einem weiteren Abschnitt des Schwarzwassers fertig gestellt. Im Bereich der sogenannten Hakenkrümme informierte sich Umweltminister Frank Kupfer am 5.8. über die dort angewendete Verbindung von technischem Hochwasserschutz mittels Mauern und Dämmen mit naturnahem Hochwasserschutz durch ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen. Begleitet wurde der Minister von Bundestagsabgeordneten Günter Baumann und Landtagsabgeordneten Thomas Colditz.

„Wo immer es möglich ist, versuchen wir, den Gewässern Platz zu geben”, so Umweltminister Frank Kupfer. „Leider zwingen dichte Bebauung in Wohn- und Gewerbegebieten oft zu rein technischem Hochwasserschutz, deshalb können wir besonders stolz auf solche Beispiele wie den nun fertig gestellten Abschnitt des Schwarzwassers sein”. An dem rund 500 Meter langen Abschnitt hatte die Landestalsperrenverwaltung Grundstücke aufgekauft und die vorhandene Bebauung entfernt.

Zur Ufersicherung wurden ingenieurbiologische Bauweisen eingesetzt. So wurden zum Beispiel Weidenspreitlagen, Krainerwände, Faschinen und Heckenbuschlagen hergestellt. „Die Vorteile solcher Bauweisen liegen auf der Hand”, so der Minister. „Mit ihnen lässt sich nicht nur der Hochwasserschutz verbessern, gleichzeitig schaffen wir ökologisch wertvolle Lebensräume durch die naturnahe Gewässergestaltung”.

In seinem Grußwort betonte der Bundestagsabgeordnete Günter Baumann besonders, dass Umweltkatastrophen auch durch die Lebensweise der Menschen weltweit zu nehmen: „Wir müssen sowohl in Richtung Klimaschutz umsteuern und auch mehr Geld für Warnsysteme und Schutzmaßnahmen ausgeben. Hier in Aue ist ein Vorzeigebeispiel in Verbindung von Bund, Land, der Stadt Aue und der einheimischen Wirtschaft, wie zum Beispiel der Firmen Nickelhütte Aue und Curt Bauer entstanden.“, so Günter Baumann.

Das Schwarzwasser war bisher wegen der vorherrschenden ungünstigen Verhältnisse bereits bei kleinen Hochwässern über die Ufer getreten und hatte in Richtung Innenstadt immer wieder großflächige Überschwemmungen verursacht. Allein bei dem verheerenden Hochwasser im August 2002 entstanden in Aue Schäden in Höhe von rund 40 Millionen Euro.

Seit 2002 wurden in den Hochwasserschutz für Aue an der Zwickauer Mulde, dem Schwarzwasser und dem Rumpelsbach 14,5 Millionen Euro investiert. Weitere Maßnahmen sind bis 2014 vorgesehen. Sie sollen der Stadt Sicherheit vor einem Hochwasser geben, wie es statistisch einmal in 50 Jahren eintritt.