Protestmarsch gegen Abtreibung in Annaberg-Buchholz

cdlAnnaberg-Buchholz. Im Erzgebirge haben rund 200 Personen für den Schutz ungeborener Kinder demonstriert. Unter dem Motto „Gegen den Zeitgeist – Abtreibung ist Unrecht“ zogen sie am 31. Mai durch die Innenstadt von Annaberg-Buchholz, um gegen die nach eigenen Angaben rund 1.000 Abtreibungen pro Werktag zu protestieren.

Zugleich brachten sie ihre Trauer um die getöteten ungeborenen Kinder zum Ausdruck. An dem Protestmarsch, zu dem die „Christdemokraten für das Leben“ im Erzgebirge aufgerufen hatten, nahm auch der Vorsitzende der sächsischen CDU-Landtagsfraktion, Steffen Flath (Dresden), teil. „Wir wollen nicht mit Fingern auf Personen zeigen, stattdessen aber beten und handeln für das Leben“, erklärte der Politiker während der Abschlusskundgebung auf dem Annaberger Marktplatz. In der anschließenden Fürbitte beteten die Veranstalter auch dafür, dass kirchliche Amtsträger mutiger für den Schutz des ungeborenen Lebens eintreten. Der Vorsitzende des CDL-Kreisverbandes Erzgebirge und Organisator Thomas Schneider (Breitenbrunn) erklärte: „Wir wollen nicht nur reden, sondern endlich auch ein Zeichen setzen.“ Eine kleine Gruppe von Rechtsextremisten versuchte, den Marsch für ihre politischen Äußerungen zu nutzen: Sie hielten Plakate mit Sprüchen wie „Nationalsozialisten gegen Völkermord“ oder „Kinder statt Inder“ hoch. Als die Rechtsradikalen der Aufforderung der Veranstalter nicht nachkamen, diese Plakate zu entfernen, schritten Polizeikräfte ein. Sie nahmen die Personalien von 16 Störern auf und leiteten gegen mehrere Personen ein Verfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein.