Tillich informiert sich nach Hochwasser im Erzgebirge

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich war am 11. August im Erzgebirgskreis unterwegs, um sich über die aktuelle Lage nach dem Hochwasser am vergangenen Wochenende ein Bild zu machen.

Im Jahnsdorfer Ortsteil Leukersdorf besuchte er gemeinsam mit Landrat Frank Vogel, Bürgermeister Carsten Michaelis und dem Bundestagabgeordneten Marco Wanderwitz die Tischlerei Kamprad. Der Dorfbach trat dort weit über seine Ufer und hatte sich zu einem reißenden Strom entwickelt. Geschäftsführer Christian Kamprad berichtet: „Innerhalb einer halben Stunde kam das Wasser. Und genauso schnell war es wieder weg“. Der kleine Familienbetrieb befindet sich derzeit mitten in den Aufräumarbeiten. Schlimmeres konnte hier dank der Hilfe von Feuerwehr und engagierten Nachbarn verhindert werden.<!–more–>

Nur 50 Meter von der Tischlerei Kamprad entfernt befindet sich die John Blechbearbeitung KG. Hier hat das Wasser eine Maschine beschädigt, die jedoch schnell repariert werden kann. Das tägliche Arbeitsleben läuft bereits wieder in geordneten Bahnen, wie Komplementär Mathias John mitteilte. „Es muss ja weiter gehen“, sagte John.

Ebenso vom Hochwasser betroffen war die Gemeinde Burkhardtsdorf. Für Ministerpräsident Tillich war das die nächste Station bei seinem Besuch. Mit Landrat Vogel und Bürgermeister Probst informierte er sich über das Ausmaß des Hochwassers in der Postagentur von Elke Walter. Das Geschäft war bereits in den Jahren 2002, 2005 und 2006 vom Hochwasser heimgesucht worden. Auch sie betonte mit welcher Geschwindigkeit das Wasser in diesem Jahr kam. Der Einsatz der Feuerwehr und die Erfahrung im Umgang mit dem Hochwasser aus vergangenen Jahren hat es möglich gemacht, dass Frau Walter sich heute wieder dem Tagesgeschäft widmen kann. Sichtbare Schäden sind kaum entstanden.

Ministerpräsident Tillich und Landrat Vogel informierten die Betroffenen über Möglichkeiten der Hilfe und nahmen zahlreiche Hinweise und Anregungen aus diesem Besuch mit.