Der SED-Staat war der Totengräber des Denkmalschutzes

Dresden. „Heutige Denkmäler in Sachsen bedroht zu sehen und gleichzeitig auf die Errungenschaften des Denkmalschutzes in der DDR zu verweisen ist nicht nur absurd, sondern grenzt schon an Geschichtsklitterung“, erklärt Prof. Dr. Günther Schneider zu Presseveröffentlichungen des kulturpolitischen Sprechers der Fraktion Die Linke, Dr. Volker Külow. „Wenn es den Zusammenbruch der SED-Diktatur nicht gegeben hätte, dann hätte unzählige Denkmäler das gleiche Schicksal ereilt, wie die Paulinerkirche in Leipzig“, so Schneider. „Nur Dank der Friedlichen Revolution konnten Denkmäler vor dem Verfall oder vor der Willkür der SED-Kader gerettet werden“, unterstreicht er. Der SED-Staat sei der Totengräber des Denkmalschutzes gewesen. Den durchsichtigen Versuch, von den Verantwortlichkeiten des SED-Staates abzulenken, lasse er nicht durchgehen.