MdB Günter Baumann hilft im Seniorenzentrum Gornau

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft hatte den Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag angeboten, im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ Unternehmen der Dienstleistungswirtschaft in ihrem Wahlkreis hautnah kennen zu lernen. Der Bundestagsabgeordnete Günter Baumann war hierzu bereit und entschied sich, einen Tag in einem Altenpflegeheim tätig zu sein. Etwas gemischte Gefühle, ob er der Tätigkeit gewachsen ist, bewegten den Politiker schon, als er am 1.9. kurz vor 7 Uhr das Seniorenzentrum Gornau betrat, um einen Tag hier tatkräftig mit zu helfen.

Nach der überaus freundlichen Aufnahme durch die Chefin Birte Wahl, die Heimleiterin Jana Krieger und die Pflegedienstleiterin Kerstin Kirbach, war es Günter Baumann schon etwas wohler. Nach der Vorstellung der Einrichtung half der Mann, der sich sonst mit Sicherheitsfragen, Petitionen bundesweit und den verschiedensten Bürgerproblemen im Wahlkreis beschäftigt, pflegebedürftigen Menschen zu helfen, zum Beispiel bei der Essenseinnahme.

Günter Baumann: “Für mich war an diesem Tag besonders beeindruckend, mit welch großem Engagement, Einfühlungsvermögen und großer Zuneigung zu den Pflegebedürftigen das Pflegepersonal diesen körperlich und auch seelisch schweren Beruf ausübt. In unserer Gesellschaft ist diese Tätigkeit leider viel zu wenig anerkannt.“

Wichtig war es für Baumann, auch bei diesem Praktikum vor Ort die bestehenden Probleme kennen zu lernen. Zwischen den einzelnen Arbeiten bestand die Gelegenheit zur Diskussion mit den Verantwortlichen der Einrichtung und Jacqueline Kalle, der Geschäftsführerin des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Sachsen, die an diesem Tag auch die Einrichtung besuchte.
Auch die Bürgermeisterin Johanna Vogler nutzte an diesem Tag die Möglichkeit, mit dem Bundespolitiker über die politischen Probleme und die auf dem Gebiet der Pflege zu diskutieren.

In seine politische Arbeit nach Berlin nahm der Politiker mit:
-> Trotz Arbeitslosigkeit in Deutschland fehlen geeignete Pflegefachkräfte.
-> Bei allen politischen Einsparungen und Reformen, die Pflege muss bezahlbar bleiben. Aber die Bürgerinnen und Bürger dürfen auch nicht vergessen, dass die Pflegeversicherung keine „Vollkaskoversicherung“ sein kann.
-> Für Pflegekräfte ist es unvorstellbar, ihren körperlich schweren Beruf bis zum 67. Lebensjahr auszuüben.
-> Pflegeeinrichtungen leben im Spannungsfeld zwischen hohem Standard auf allen Gebieten und der Finanzierbarkeit.
-> Zunehmend wird festgestellt, dass die Genehmigung und damit Finanzierbarkeit der Hilfsmittel, wie z.B. ein Rollstuhl, durch die Krankenkassen durch sehr hohen bürokratischen Aufwand wesentlich erschwert wird.

Die Politik ist gefordert, auf die anstehenden Fragen realistische Antworten zu finden. Günter Baumann wird nach diesem Tag seinen Beitrag in Berlin mit leisten, er kann beim Thema Pflege jetzt sachkundiger mitreden. Günter Baumann: „ Ich bin Birte Wahl sehr dankbar, dass ich diesen Tag im Seniorenzentrum Gornau erleben durfte. Dieser Praxistag war für mich aufschlussreicher, als mancher Tag mit stundenlangen Sitzungen in Berlin.“