PRESSEMITTEILUNG: Der Sitz der Landesdirektion gehört nach Chemnitz

Schönheide: Am 13. September trafen sich die geschäftsführenden Vorstände der CDU-Kreisverbände Erzgebirge und Vogtland in Schönheide. Ziel dieser ersten gemeinsamen Sitzung war es, zukünftiges, gemeinsames, politisches Handeln abzusprechen und zu koordinieren.

Die Zusammenkunft soll keine einmalige Angelegenheit gewesen sein. Die Mitglieder der beiden regionalen CDU-Führungsgremien brachten einhellig zum Ausdruck sich in regelmäßigen Abständen zu politischen und gesellschaftlichen Themen zusammenzufinden und darüber zu diskutieren. Schon beim ersten Treffen wurde deutlich, dass es viele Gesprächsthemen gibt, die beide Regionen in gleicher oder ähnlicher Weise betreffen.

Das zentrale Thema des ersten Gesprächsabends war der zukünftige Sitz der Landesdirektion. Momentan gib es drei Landesdirektionen in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Gemäß den Planungen der Sächsischen Landesregierung  sollen die bisherigen drei Verwaltungsstandorte in einer der drei kreisfreien Städte zusammengefasst werden. Dazu positionierten sich die beiden geschäftsführenden Kreisvorstände eindeutig mit folgendem Beschluss:


Der Sitz der Landesdirektion gehört nach Chemnitz!

Eingedenk der historischen Verantwortung, die die Region Südwestsachsen vom Chemnitzer Land, der Zwickauer Region, dem Vogtland, dem Erzgebirge und der Stadt Chemnitz für die Entwicklung Sachsen trägt und weiterhin erbringt, ist es keine aktuelle Frage der Zeit sondern eine historisch, wirtschaftlich und politische Schlussfolgerung, dass der Sitz der Landesdirektion im Freistaat Sachsen nach Chemnitz gehört.
Der Großteil der Menschen in unserem Land  lebt im ländlichen Raum. Dies gilt es bei allen staatlichen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Die Stadt Chemnitz liegt in der Mitte Sachsens und strahlt in alle Bereiche unseres Landes aus. Die Wirtschaftskraft der ganzen Region und die täglichen Leistungen der Menschen hier vor Ort, sind ein Aushängeschild für unseren Freistaat. Der Staatsregierung obliegt es, bürgernahe Verwaltungsstrukturen sicherzustellen, die es allen Regionen des Landes ermöglichen, von diesen Strukturen zu partizipieren. Verwaltungsstandorte stellen in nicht unerheblichen Maß Wirtschaftskraft in einer Region sicher. Der Freistaat Sachsen ist hier in der Verantwortung diese Strukturen gleichmäßig im Land aufrechtzuerhalten. Eine Konzentration auf die Landeshauptstadt Dresden und damit eine Zentralisation lehnen wir ab.

Stattdessen sprechen wir uns für dezentrale Verwaltungsstandorte aus, die das Land und die Bedürfnisse der Sachsen gleichermaßen bedienen. Eine unverhältnismäßige Ausdünnung des Verwaltungsnetzes halten wir gerade im ländlichen Raum für politisch nicht vertretbar. Nach unserer Auffassung gehört der Sitz einer Schwerpunktbehörde der sächsischen Staatsverwaltung, wie sie die Landesdirektion darstellt, unbedingt nach Chemnitz. Ein Verbleib in Dresden steht außer Frage, da dort bereits die wesentlichen Teile der Staatsverwaltung beheimatet sind. Die zentrale Lage der Stadt Chemnitz spricht auch gegenüber der Stadt Leipzig für eine dauerhafte und wirksame Ansiedlung der Behörde in Chemnitz.

Die Staatsregierung und die politischen Mandatsträger in der Region und im Land werden gebeten, auf einen dauerhaften Sitz der Landesdirektion in der Stadt Chemnitz hinzuwirken und den politischen Willen unserer Regionen bei Ihrer überlegten Entscheidung zu berücksichtigen.