Bericht: 25. Landesparteitag der Sächsischen Union in Bautzen

Ministerpräsident Stanislaw Tillich. (Foto: G.Rausch)

Ministerpräsident Stanislaw Tillich. (Foto: G.Rausch)

Bautzen. Unter dem Titel „20 Jahre Freiheit und Verantwortung für Sachsen. Die Zukunft gestalten” waren 238 Delegierte und mehr als 160 Gäste zum 25. Landesparteitag in die Stadthalle Krone nach Bautzen gekommen. Zum thematischen Schwerpunkt des Parteitages „Die Soziale Marktwirtschaft – ein Markenkern der Union” sprachen der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble MdB, Landesbischof Jochen Bohl, Staatssekretär a.D. Caio Koch-Weser und der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident Stanislaw Tillich MdL.

Dr. Wolfgang Schäuble betonte, dass der Rückführung der immens hohen Schulden die höchste Priorität gilt. Der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident Stanislaw Tillich MdL, erteilte einer Neuverschuldung in Sachsen erneut eine Absage. Der dauerhaften Zeitarbeit sagte er den Widerstand an: „Die Arbeitnehmerinte-ressen sind für uns genauso wichtig wie die Arbeitgeberinteressen, das macht eine Volkspartei aus.”

Staatssekretär a.D. Caio Koch-Weser warb für Investition in Innovationen und Fachkräftezuwanderung: „Investitionen in Bildung und Forschung müssen Vorrang haben, qualitative Zuwanderung sollte gefördert werden”. Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, Jochen Bohl, betonte, dass der Markt den Menschen dienen solle und warb für mehr miteinander und gegen fortschreitende Individualisierung und Egoismus.

Das Bekenntnis der Sächsischen Union zur Sozialen Marktwirtschaft in Form des Antrages des Landesvorstandes der Sächsischen Union „Mit der Sozialen Marktwirtschaft ein starkes und solidarisches Sachsen schaffen” wurde als richtiges Konzept für die Zukunft verabschiedet.

Nach einem Grußwort des Generalsekretärs der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl MdB, in dem er deutlich machte, dass „Sachsen ein Erfolgsmodell und der Erfolg wiederum das Verbindende zwischen Sachsen und Baden-Württemberg ist” fanden sich zu einem unterhaltsamen Podiumsgespräch der Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf und Prof. Dr. h. c. Lothar Späth, moderiert von Angela Elis, ein. Die Wiedergründung des Freistaates Sachsen sowie die Aufbauhilfe durch die CDU Baden-Württemberg brachten im Rückblick interessante Einblicke. Unter dem Titel „20 Jahre Freistaat Sachsen – starkes Land mit Tradition und Zukunft” wurden viele Erinnerungen an die ersten Stunden des Aufbaus aus der Sicht des Politikers Biedenkopf wie auch des Unternehmers Späth geweckt. Beide Redner hatten ihre ersten Teams in Wohngemeinschaften aufgestellt – in einer damals im Umbruch stehenden Gesellschaft – nahezu ohne Gesetze und Regeln. Seinerzeit war vieles möglich und konnte in kurzer Zeit auf den Weg gebracht werden. Die Erinnerungen der beiden brachten viele zum schmunzeln. Lothar Späth erinnerte aber auch an schwere Stunden, wo er großen Teilen der Belegschaft die Kündigung aussprechen musste. Viele haben die neuen Möglichkeiten wahrgenommen, so dass sich inzwischen ein gesunder Mittelstand entwickeln konnte. So können wir heute sagen, dass Sachsen, das seit 20 Jahren durch einen CDU-Ministerpräsidenten geführt wird, heute durch Kontinuität und Verlässlichkeit auffällt. Wir sind auf einem guten Weg, den es gilt fortzusetzen und aktiv zu unterstützen.

Bericht: Gabriele Rausch, OV Pockau

 


(Alle Bilder: G. Rausch, OV Pockau)

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