Dina Mannheim-Givon in Burkhardtsdorf zu Gast

Dina Mannheim-Givon und MdL Uta Windisch in der ev. Mittelschule in Burkhardtsdorf. Foto: Chris Bergau

Dina Mannheim-Givon und MdL Uta Windisch in der ev. Mittelschule in Burkhardsdorf. Foto: Chris Bergau

Burkhardtsdorf. Am 9. März war Dina Mannheim-Givon zusammen mit MdL Uta Windisch in der ev. Mittelschule Burkhardtsdorf zu Gast.

Frau Givon wurde 1932 in Burkhardtsdorf geboren. 1933 wurde ihr Vater, der in Burkhardtsdorf als Arzt praktizierte, wegen seiner jüdischen Abstammung mit als einer der Ersten von den Nazis verhaftet. Er konnte allerdings mit Hilfe eines Rechtsanwaltes nach fast einem Jahr Haft wieder aus dem KZ Sachsenburg frei kommen. Sofort danach beschloss er mit seiner Familie nach Palästina-Erez Israel auszuwandern. Dina Mannheim-Givon ist in Israel aufgewachsen. Sie studierte an der Kunstakademie in Jerusalem Kunst und Grafik. Momentan stellt die Künstlerin eine Auswahl ihrer Werke im Rahmen der „Tage der jüdischen Kultur“ unter demTitel: “Mein Weg nach Eretz Israel” in Chemnitz aus.

Aus Anlass des Besuches von Dina Mannheim-Givon in Chemnitz hatte sie Uta Windisch in ihren Geburtsort Burkhardtsdorf eingeladen. Mit den Schülern der Evangelischen Mittelschule Burkhardtsdorf kam sie in einer Unterrichtsstunde der besonderen Art ins Gespräch. “So bekommt der Geschichtsunterricht über die NS-Zeit ein Gesicht und wird authentischer”, so Uta Windisch. Interessiert folgten die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen den Ausführungen von Frau Mannheim-Givon. Sie berichtete über die Auswanderung nach Palestina-Erez Israel, die schweren und entbehrungsreichen Jahre ihrer Kindheit und der Aufbauzeit in ehemals unwirtlicher Gegend und schlug Brücken in die Gegenwart. Anhand zahlreicher Bilder ihrer Ausstellung, die sie als Präsentation mitgebracht hatte, wurden ihre Erzählungen für die Schülerinnen und Schüler und die Gäste zur bleibenden Erinnerung.

Die Ausstellung von Dina Mannheim-Givon ist noch bis zum 27. März im Jüdischen Gemeindezentrum in Chemnitz, Stollberger Straße 28, zu sehen. Geöffnet ist von 9 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.