Neuwahlen bei dem Arbeitnehmerflügel der CDU Sachsens

Am Sonnabend, dem 18. Juni 2011, fand die Landestagung der Christliche-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Sachsen (CDA) statt. Dabei wurde unter Anderem der Landesvorstand der CDA neu gewählt. Aus dem Erzgebirgskreis wurde der Abgeordnete des Sächsischen Landtags, Alexander Krauß,  zum  CDA Landesvorsitzenden und der CDA Kreisvorsitzende und CDU-Stadtrat von der Großen Kreisstadt Aue, Horst Dippel, wiedergewählt.

In einem Leitantrag sprach sich die CDA für eine allgemeine Lohnuntergrenze aus. Der Mindestlohn in der Zeitarbeit solle die unterste Lohngrenze für alle Beschäftigten sein. Der Vorteil sei, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam auf diese Untergrenze verständigt hätten. Der Staat sei grundsätzlich nicht geeignet, Löhne festzulegen. Der Mindestlohn in der Zeitarbeit liegt derzeit bei 6,89 Euro im Osten.

Die Arbeitsmarktlage in Sachsen sei ein Grund zur Freude, sagte CDA-Landeschef Alexander Krauß. Die Arbeitslosenquote liege mit 10,7 Prozent historisch tief, erstmals gebe es mehr Lehrstellen als Bewerber. Im vergangenen Jahr seien in Sachsen 23.000 neue Jobs geschaffen worden. Während unter Rot-Grün pro Tag 2000 Arbeitsplätze in Deutschland verloren gegangen seien, wuchs die Zahl der Jobs im vergangenen Jahr pro Tag um 1100.
Krauß sprach sich weiterhin für die Rente nach Mindesteinkommen aus. “Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss am Lebensende mehr haben als jemand, der nie gearbeitet hat”, sagte Krauß. Dazu müsse allerdings die Rentenberechnung verändert werden. Wer heute 8 Euro verdiene, werde keine Rente erhalten, die über dem Sozialhilfe-Niveau liegt.