Oelsnitz kann mit Gestaltung der Landesgartenschau beginnen

Oelsnitz kann mit der Gestaltung der Landesgartenschau beginnen. Das Architektenbüro, das den Zuschlag bekam, kommt aus Leipzig. Foto: Chris Bergau

Seit dem 3. Februar ist klar, wie das Gelände der 7. Landesgartenschau in Oelsnitz 2015 aussehen soll. Landwirtschaftsminister Frank Kupfer stellte gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Preisgerichts, Prof. Dr. Ronald Scherzer-Heidenberger im Beisein der heimischen Wahlkreisabgeordnete des Sächsischen Landtages, Uta Windisch und des Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz, die Preisträger des freiraumplanerischen Wettbewerbs vor. Gewinner und damit Planer des Geländes der Landesgartenschau ist das Büro für Architektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau Station C23 aus Leipzig. 18 Büros aus Deutschland hatten sich mit ihren Entwürfen an dem Wettbewerb beteiligt.

„Mit der heutigen Preisvergabe ist ein entscheidender Schritt für die nun anstehende Gestaltung der Gartenschau vollzogen“, sagte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. „Der Vorschlag des Büros Station C23 für das Gelände der Gartenschau hat die Jury am meisten überzeugt. Es freut mich ganz besonders, dass ein sächsisches Büro den Zuschlag erhalten hat. Ich bin mir sicher, dass der Entwurf, in die Tat umgesetzt, der Landesgartenschau ihr unverwechselbares Erscheinungsbild geben wird, das Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert. Ich freue mich heute schon auf die Landesgartenschau 2015 in Oelsnitz.“

Der Entwurf des Siegerbüros soll das 15 Hektar große Areal des ehemaligen Verschiebe- und Verladebahnhofs unter dem Motto „Linie in der Landschaft“ gestalten. Laut Preisgericht überzeugte das sensible und dabei spannungsvolle Eingehen auf die Spezifik des Ortes, das klare Herausarbeiten von räumlichen und funktionalen Schwerpunkten und die unkomplizierte Nachnutzung.

Für die Landesgartenschau soll das bislang völlig unzulängliche Areal des alten Bahnhofs in dauerhafte Freizeit- und Erholungsflächen umgewandelt und ökologisch aufgewertet werden. Dabei sind unter anderem zwei Teiche einzubeziehen. Außerdem soll ein Wegekonzept zu einer verbesserten Anbindung öffentlicher und wirtschaftlicher Einrichtungen an die Innenstadt und zu einer besseren Anbindung der umliegenden Wohngebiete führen.

“Die Stadt Oelsnitz wird von der Landesgartenschau in mehrfacher Hinsicht profitieren. Vor allem im Bereich des Städtebaus, der technischen Infrastruktur und beim Tourismus. Zusätzlich verspreche ich mir einen deutlichen Entwicklungsschub bei der zügigen Beseitigung der Bergbaufolgeschäden in der Region”, sagte Uta Windisch.

Oelsnitz erhielt im Februar 2011 den Zuschlag für die Landesgartenschau 2015. Landesgartenschauen finden in Sachsen seit 1996 statt. Austragungsorte waren bisher Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006) und Reichenbach (2009). Austragungsort der 6. Landesgartenschau ist in diesem Jahr vom 28. April bis 14. Oktober Löbau (Landkreis Görlitz).