Zimmermann soll DGB-Regionsvorsitz niederlegen

Aue. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft im Erzgebirge hat die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann aufgefordert, den DGB-Vorsitz in Südwestsachsen niederzulegen. „Angesichts ihrer Kandidatur für den Parteivorsitz bei den Linken sollte Frau Zimmermann so konsequent sein und ihr Gewerkschaftsamt niederlegen“, sagte CDA-Kreisvorsitzender Horst Dippel. Parteipolitische Neutralität in ihrem Amt sei ihr bislang schon sehr schwer gefallen, angesichts ihrer Bewerbung um den Parteivorsitz sei sie ausgeschlossen. Der DGB behauptet, dass er ein Einheitsgewerkschaftsbund sei, wo verschiedene Strömungen zu ihrem Recht kommen würden, mit Sabine Zimmermann als DGB Regionalvorsitzende ist dieses jedoch sehr fragwürdig.

Ein hauptberuflicher Politiker könne außerdem ein hauptberufliches Gewerkschaftsamt nicht ausfüllen. „Eines der Ämter bleibt immer auf der Strecke“, so Dippel. Wenn Frau Zimmermann nun auch noch für den Parteivorsitz kandidiere, bleibe erst recht keine Zeit für die Gewerkschaft. „Wir brauchen in Südwestsachsen einen starken DGB“, sagte der CDA-Kreischef. Das gehe nur, wenn der Vorsitzende mit voller Kraft für die Gewerkschaften kämpfe und nicht federführend andere Beschäftigungen pflege.