Wirtschaft und Politik im Gespräch

BVMW Politik Forum in Langenberg. Uta Windisch (6.v.l.) stand für die CDU Rede und Antwort. Foto: Chris Bergau

BVMW Politik Forum in Langenberg. Uta Windisch (6.v.l.) stand für die CDU Rede und Antwort. Foto: Chris Bergau

Am 24. September fand auf Einladung des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) ein Politik-Forum in Langenberg, in der Nähe von Schwarzenberg statt.

Zwei Schwerpunktthemen standen an diesem Abend zur Diskussion, das war zum einen die Energiepolitik, zum Zweiten die Bildungspolitik.

Rede und Antwort standen Uta Windisch als stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Prof. Andreas Schmalfuß (FDP), Antje Hermenau (Grüne), Petra Köpping (SPD) und Rico Gebhardt (DIE LINKE).

Eine Herausforderung für den Mittelstand sind derzeit die steigenden Energiekosten?  ”Wenn Energie bezahlbar bleiben soll, müssen Kostentreiber wie EEG-Umlage oder Netzausbaukosten im Blick behalten werden. So sollten wir stärker auf eine dezentrale Energiegewinnung und Speicherung setzen”, so Uta Windisch. Als gutes Beispiel nannte sie dabei Burkhardtsdorf. Die Gemeinde habe vor einigen Jahren das Programm “Burkhardtsdorf 2050″ für Energieeinsparung und Effizienz  gestartet. So wird z.B in Kooperation zwischen der Gemeinde, einer Agrargenossenschaft und der Kirche vor Ort erzeugte Bio-Energie für die Heizung der Schule, des Gemeindeamtes und die Kirche genutzt.

Auch beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht Uta Windisch Änderungsbedarf. „Der enorme Zubau von Photovoltaik verteuert den Strom unverhältnismäßig, ohne im Gegenzug grundlastfähige Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen oder Kernenergie zu ersetzen. Deshalb müssen für die Entwicklung von Speichermöglichkeiten bei der regenerativen Energiegewinnung deutlich mehr Forschungsgelder zur Verfügung gestellt werden, hierzu muss das EEG angepasst werden”, so Uta Windisch.

Zum Thema Bildungspolitik betonte die CDU-Politikerin, dass das Ziel des Bildungspaketes, den Schuljahresbeginn weitgehend problemlos zu ermöglichen, gelungen sei. Rund 1000 Lehrer mehr stehen vor Sachsens Schülern und die Zahl der Referendare sei verdoppelt worden, um langfristig den Lehrerbedarf decken zu können.” Die Bildungsausgaben werden ein zentrales Thema bei den Beratungen für den Doppelhaushalt 2013/14 sein, sie schlagen im Gesamthaushalt mit ca. einem Drittel, also rund 5 Milliarden Euro zu Buche. “Das sei gut angelegtes Geld auch im Interesse der Wirtschaft für einen gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs,” so Uta Windisch.