Ausbildungsmesse in Stollberg

Messerundgang auf der Ausbildungsmesse in Stollberg. Foto: Chris Bergau

Messerundgang auf der Ausbildungsmesse in Stollberg. Foto: Chris Bergau

Am 29. September fand in Stollberg die inzwischen zur Tradition gewordenen Ausbildungsmesse statt und wurde wie auch in den Vorjahren sehr gut angenommen.

91 Aussteller präsentierten Ihre Ausbildungsangebote. Anliegen der Ausbildungsmesse im Erzgebirge ist die frühzeitige Berufs- und Ausbildungsorientierung für Mittelschüler und Gymnasiasten. Den Jugendlichen und ihren Eltern soll die Wirtschaftskraft der Region verdeutlicht und Perspektiven aufgezeigt werden. Das breite Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten im Dualen System sowie praxisnahe Studienmöglichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt.

Während des Rundganges kamen Landtagsabgeordnete Uta Windisch, Landrat Frank Vogel, das Mitglied des Europäischen Parlaments, Dr. Peter Jahr, Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt und Matthias Lißke von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge mit Schülern und Unternehmern ins Gespräch. “nie zuvor in den letzten 20 Jahren hatten junge Menschen in unserer Heimatregion so große Chancen, einen anspruchsvollen und zukunftsfähigen Ausbildungsplatz in der Heimat zu finden”, sagte Uta Windisch. Sie mahnte dabei aber auch mehr Engagement bei Schülern und Lehrern gleichermaßen an, mit besten Ergebnissen in die Berufsausbildung oder Studium gehen zu können. Auch bei Ausbildungsbetrieben sei teilweise ein Umdenken nötig. Die Bewerber stünden nicht mehr Schlange, sondern die Firmen müssten um geeignete Azubis werben.

Leider ist diese Erkenntnis bei einigen Schülern noch nicht angekommen. Die Unternehmen klagen teils über Bewerber mit mangelnder Qualifikation. Vor allem die Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern sind mitunter nicht zufriedenstellend. Das Überangebot an Ausbildungsstellen hat teilweise auch zu einer verringerten Lernmotivation geführt, weil man der Meinung ist, nach der Schule auf jeden Fall den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen, auch mit schlechteren Zensuren. Fakt ist aber, die Ansprüche der Unternehmen an die Auszubildenden sind gestiegen, weil die Prozesse im Unternehmen immer komplexer werden. Diese Herausforderungen können nur Schülerinnen und Schüler mit einer soliden Vorbildung meistern.