Gedenkveranstaltung Hoheneck

Am 16. Februar hatte der Förderverein Gedenkstätte Stollberg – Frauenhaftanstalt Hoheneck e.V. und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen.

Am 12. Februar 1950 wurden 1119 Frauen und 30 Kleinkinder aus dem ehemaligen KZ Sachsenhausen nach Hoheneck transportiert. Damit begann die politische Geschichte des Frauengefängnisses in der DDR.

Mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein vor der ehemaligen Frauenhaftanstalt sollte an das begangene Unrecht in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie an die vielen Einzelschicksale der politischen Gefangenen erinnert werden.

An der Veranstaltung nahmen unter anderem Landrat Frank Vogel und Bundestagsabgeordneter Marco Wanderwitz teil.

Im Bürgergarten der Stadt Stollberg fand der zweite Teil der Gedenkveranstaltung statt. Die Teilnahme von über 250 Menschen dokumentierte eindrucksvoll die Wichtigkeit des Themas.

Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Sebastian Lindner. Er hatte seine Doktorarbeit über die inhaftierten Frauen in Hoheneck geschrieben und berichtete über die Ergebnisse seiner Recherchen.

In stetiger Erinnerung, verbundene mit der Mahnung zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, soll es jetzt jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung geben, informierte der Vorsitzende des Fördervereins, Dietrich Hamann.

Bilder

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