Landtagsabgeordnete Uta Windisch begrüßt Soforthilfeprogramm für Flutopfer

“Unbürokratische und schnelle Hilfe für von der Flut betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist das Gebot der Stunde”, sagte Landtagsabgeordnete Uta Windisch. Das von der sächsischen Staatsregierung in der heutigen Kabinettssitzung beschlossene Sofortprogramm für vom Hochwasser betroffene Privathaushalte könne erste Not mildern. “Als stellvertretende Bürgermeisterin von Burkhardtsdorf war ich in den zurückliegenden Tagen in der Gemeinde und darüber hinaus im gesamten Wahlkreis ständig unterwegs und habe viel Betroffenheit gesehen. Es geht mit schon nahe, wenn ich die gleichen Leute fassungslos in ihren überfluteten Häusern stehen sehe wie 2002 und 2010”, sagte die Umweltpolitikerin.

Viele Hochwasserschwerpunkte seien inzwischen entschärft worden, aber es gebe noch viel zu tun. Wir werden kritisch prüfen müssen, wo noch Retentionsflächen geschaffen werden können. Auf keinen Fall dürften Abflusshindernisse wieder an der gleichen Stelle errichtet werden. Aus Schaden müsse man endlich klug werden. “Ich werde mich auf Landesebene im zuständigen Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft auch energisch dafür einsetzen, dass die Interessen der Allgemeinheit endlich über Privatinteressen Einzelner gestellt werden, die die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen verzögern”, sagte die Abgeordnete.

Text der Presseinformation der Staatsregierung:

Das sächsische Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung eine Soforthilfe für Bürgerinnen und Bürger beschlossen, die von dem aktuellen Juni-Hochwasser in Sachsen unmittelbar betroffen sind. In einem ersten Schritt wurden 30 Millionen Euro Soforthilfe als Handgeld für in Not geratene Bürger beschlossen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat angesichts der sich schnell veränderndern Lage und seinen Eindrücken vor Ort entschieden:

Das Handgeld beträgt 400 Euro pro erwachsene Person und zusätzlich 250 Euro für jedes minderjährige Kind, höchstens 2.000 Euro pro Haushalt. Das Geld ist für Schäden der privaten Haushalte und am Hausrat, die im Erdgeschoss und höher eingetreten sind und wird ab 6. Juni über die Kommunen ausgezahlt.

“Uns ist unkomplizierte und schnelle Hilfe für die Betroffenen wichtig. Um die ersten notwendigen Anschaffungen soll sich niemand Sorgen machen müssen”, betonte Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Regelungen der weiteren Schadensbeseitigung werden unverzüglich mit Rückgang des Hochwassers getroffen. Zur weiteren Entwicklung wird laufend informiert werden.