Großer bergmännischer Zapfenstreich zum Landkreisjubiläum

Großer bergmännischer Zapfenstreich zum 5-jährigen Bestehen des Erzgebirgskreises. Foto: Chris Bergau

Großer bergmännischer Zapfenstreich zum 5-jährigen Bestehen des Erzgebirgskreises. Foto: Chris Bergau

(PM). Anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Erzgebirgskreises hatte Landrat Frank Vogel zum Großen Bergmännischen Zapfenstreich in die Große Kreisstadt eingeladen.

Neben geschätzten weit über 4.000 Schaulustigen waren auch zahlreiche Ehrengäste, wie Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie Mitglieder des Bundestages und des Sächsischen Landtages, u. a. CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Flath, sowie die fränkischen Partnerlandräte der Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Ansbach zu Gast.

In seiner kurzen Rede warf Landrat Frank Vogel einen Blick zurück und zog Bilanz über fünf Jahre Erzgebirgskreis. „Wir können stolz sein auf das, was wir erreicht haben. Neben einem ausgeglichenen Haushalt können wir den niedrigsten Kreisumlage-Hebesatz ganz Sachsens vorweisen. Zudem ist es gelungen, eine einheitliche Abfallwirtschafts- und Gebührensatzung und einen einheitlichen Schulnetzplan durchzusetzen.” Auch die Überführung des Jobcenters in kommunale Trägerschaft sowie die Fusion der drei Sparkassen und die Bildung des Tourismusverbandes zählte er zu den Erfolgen. Als Herausforderung für die Zukunft verwies er auf die demografische Entwicklung sowie die Infrastruktur. In den vergangenen fünf Jahren erfolgte ein Großteil der Investitionen in Kreisstraßen: Knapp 100 Kilometer des Straßennetzes wurden mit 40 Millionen Euro ausgebaut und saniert. Zudem flossen seit 2007 118 Millionen Euro in die Entwicklung des ländlichen Raumes, darunter fast 76 Millionen Euro ELER-Fördermittel. „In diesem Punkt ist allerdings noch lange kein Ende in Sicht und es gibt noch viel zu tun. Dabei bauen wir weiterhin auf die Unterstützung durch die Landesregierung”, betonte der Landrat.

Primäres Ziel sei es außerdem, die Bekanntheit des Landkreises weiter voran zu treiben. „Wir sind der Wirtschaftsstandort im Freistaat Sachen mit der größten Industriedichte. Dies sollte auch im gesamten Freistaat so wahrgenommen werden.” Im Anschluss überreichte er Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowohl ein Exemplar des neu erschienenen Erzgebirgsbuches als auch des Wirtschaftsbuches. Stanislaw Tillich war trotz Urlaub mit seiner Frau angereist. „Was sich hier entwickelt hat, verdient Respekt und Anerkennung – auch über die Grenzen Sachsens hinaus. Der Landkreis hat in seiner Entwicklung mehr als deutlich gezeigt, dass er viel mehr ist als ein Weihnachtsland und eine Region, die ihre Traditionen pflegt, sondern auch wirtschaftliche Stärke beweist”, fasste der Ministerpräsident zusammen.

Großer bergmännischer Zapfenstreich zum 5-jährigen Bestehen des Erzgebirgskreises. Foto: Chris Bergau

Großer bergmännischer Zapfenstreich zum 5-jährigen Bestehen des Erzgebirgskreises. Foto: Chris Bergau

Punkt 21 Uhr war es dann soweit. Tief bewegt verfolgten die Gäste die einmalige Zeremonie. Neben Landrat Frank Vogel und dem Ministerpräsidenten hatten die Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch sowie der 1. Vorsitzende des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. Henry Schlauderer sowie Abgeordnete des Bundestages ihre Plätze auf dem Balkon des Rathauses eingenommen. Zeitgleich mit dem Erklingen der Kirchenglocken setzten sich die etwa 250 Mitwirkenden der Berg-, Knapp- und Bergbrüderschaften aus Frohnau, Marienberg, Schneeberg, Jöhstadt, Rittersgrün, Oelsnitz, Scheibenberg, Johanngeorgenstadt, Seiffen, Ehrenfriedersdorf und der Landesstandarte in Bewegung. Musikalisch begleitet wurden sie von 185 Musikern, bestehend aus Mitgliedern des Landesbergmusikkorps Sachsen, des Bergmusikkorps „Frisch Glück” Annaberg, des Bergmannsblasorchesters Kurbad Schlema, der Bergkapelle Pobershau und des Bergmännischen Musikvereins Jöhstadt/Grumbach.

Getragen von den berg- und hüttenmännischen Klängen nahm der Zug auf dem Marktplatz Aufstellung, um den Erzgebirgskreis die besondere Ehre zu erweisen. Mit dem Großen Bergmännischen Zapfenstreich wurde einmal mehr die gelebte Tradition und Identität der Erzgebirger deutlich.