Gesegnete Weihnacht

"Denn euch ist heute der Heiland geboren". Foto: Chris Bergau

“Denn euch ist heute der Heiland geboren”. Foto: Chris Bergau

Wir sind mitten in der Adventszeit angelangt – für uns Erzgebirger die wohl schönste Zeit. Jetzt in diesen Tagen sind die Häuser hell erleuchtet und festlich geschmückt, drehen sich die vielen Pyramiden. Fast in jedem Ort in unserem Land-kreis gibt es Holzkünstler, Schnitzer und Drechsler, die nach überlieferten Mustern und Techniken diese wunderbaren Kunst-werke herstellen. Es ist die Zeit der zu Herzen gehenden Advents- und Weihnachtslieder, der Bergparaden, Metten-schichten und Hutznohmde. Es ist eine Zeit, in der unsere Gefühle in besonderer Weise angesprochen werden.

Viele Besucher kommen zu uns, um etwas von diesem Zauber, dieser Stimmung erzgebirgischer Weihnacht zu erleben. Sie sehen neben Traditionellem auch das vielfache Licht mit seinem besonderen Glanz. Es wärmt und berührt uns vor allem im Herzen.

In ganz besonderer Weise aber ist die Adventszeit, die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Sie erinnert uns an Christis Geburt als das Licht der Welt. Und sie ist eine Zeit der Besinnung über das Alltägliche hinaus, eine Zeit, um neue Orientierung im Leben zu gewinnen.

Zum anderen erinnert die Advents- und Weihnachtszeit daran, dass unser Land und seine Kultur zutiefst vom Christentum und von christlichen Traditionen geprägt sind.

Ich glaube, dass ein tolerantes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Traditionen und Kulturen dann gelingt, wenn alle sich zu ihren Wurzeln und zu ihrer Herkunft bekennen. Nur wer weiß, wer er selber ist, kann den anderen als anderen anerkennen und respektieren. Achtung für andere und Selbstachtung gehören zusammen. Die Weihnachtszeit mit ihren tief-menschlichen Symbolen von Licht und Dunkelheit, von Unterwegssein unter der Führung des Sternes, von der Geburt eines Kindes im Stall kann jeden Menschen an-sprechen. Sie spricht auch zu jenen, denen die christliche Botschaft sonst fremd ist. In dieser Zeit kann wohl jeder ein wenig Besinnung halten über sein eigenes Leben, über seinen eigenen Lebensweg, über das, was ihm Licht und Wärme gibt.

„Wann aber fängt Weihnachten an?“, zu dieser Frage hat wahrscheinlich jeder von uns eine andere, seine Antwort. Für einige von uns beginnt die Weihnachtszeit, so-bald es in den Einkaufsregalen der Super-märkte die ersten Pfefferkuchen und Stollen im September zu kaufen gibt. Für Andere wiederum mit dem ersten Selbstgebackenen oder Selbstgebastelten, mit dem Beginn der Adventszeit oder am 24.12., wenn noch schnell das letzte Weihnachts-geschenk besorgt wurde. Aber die Weihnachtszeit ist eine Zeit, die nicht nur mit Einkaufsstress und Hektik im Zusammen-hang stehen sollte. Weihnachten – eine ganz besondere Zeit des Jahres.
Wenn wir uns fragen: „Wann aber fängt Weihnachten an?“, dann kann uns das folgende Gedicht des Kinder- und Jugendbuchautors Rolf Krenzer der Antwort ein Stück näher bringen:

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest, einige ruhige, besinnliche Tage und das Erleben dieses besonderen Weihnachtsgefühls weit über diese Zeit hinaus. Möge das Jahr 2014 für uns alle ein friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr werden.

Es grüßt Sie herzlichst

Ihr

Frank Vogel
CDU-Kreisvorsitzender

„Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und der Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos, das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst, so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann fängt Weihnachten an.“