Weitere 625.000 Euro für Sanierung von Schloss Hoheneck

Markus Ulbig hat im Beisein von Uta Windisch, gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcel Schmidt eine städtebauliche Vereinbarung über die weitere Sanierung von Schloss Hoheneck unterzeichnet. Foto: Chris Bergau

Markus Ulbig hat im Beisein von Uta Windisch, gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcel Schmidt eine städtebauliche Vereinbarung über die weitere Sanierung von Schloss Hoheneck unterzeichnet. Foto: Chris Bergau

Sachsens Innenminister Markus Ulbig hat am 7. Januar in Stollberg, im Beisein der heimischen Wahlkreisabgeordneten des Sächsischen Landtages Uta Windisch, gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcel Schmidt eine städtebauliche Vereinbarung über die weitere Sanierung von Schloss Hoheneck unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist die Förderung des 3. und 4. Bauabschnitts mit 625.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“. Damit wurden bereits die ersten Bauabschnitte mit 2,8 Millionen Euro gefördert.

„Heimat bedeutet auch, dass unsere Städte lebendige Geschichte zeigen. Das fördern wir mit der Sanierung von Schloss Hoheneck“, so der Innenminister.

„Für Nachfolgende Generationen ist es wichtig, Zeitgeschichte an authentischen Orten nachvollziehen zu können, Geschichtsbücher oder –unterricht können dieses Wissen nicht ausreichend vermitteln. Die ehemalige Frauenhaftanstalt Hoheneck steht für Menschenrechtsverletzungen, Demütigungen sowie physischer und psychischer Gewalt gerade gegen politische Häftlinge in der DDR. Aus diesem Grund soll eine Gedenkstätte, wie sie jetzt entstehen kann, bleibende Mahnung sein“, so Uta Windisch.

Schloss Hoheneck wurde von 1886 bis 2001 als Frauengefängnis genutzt und steht seitdem leer. Nach der Sanierung ist eine Nutzung als Gedenkstätte und als Museum für die interaktive Lern- und Erlebniswelt „Phänomenia“ vorgesehen. In den ersten beiden Bauabschnitten konnten bereits der Nordflügel saniert und der Südflügel gesichert werden.

Die neuen Fördermittel sind nun für die Sanierung des Westflügels des Schlosses bestimmt, in dem die Gedenkstätte Hoheneck ihren Platz haben soll.

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