Europa-Tag mit Dr. Peter Jahr

Eine Station war der Rößlerhof in Burkhardtsdorf. Foto: Chris Bergau

Eine Station war der Rößlerhof in Burkhardtsdorf. Foto: Chris Bergau

Am 14. Mai besuchte Dr. Peter Jahr, Europaabgeordneter und erneut Kandidat für die Europawahl am 25. Mai, den Wahlkreis von Uta Windisch. Begleitet wurde er unter anderem von Rico Anton, dem Landtagskandidaten für den Wahlkreis Stollberg und Vorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung Erzgebirge. Erste Station war der Rößler-Hof in Burkhardtsdorf.

Während eines kurzen Rundganges präsentiert Rolf Seyffert, Inhaber und Präsident des Regionalbauernverbandes Erzgebirge seinen Betrieb. Seit März 1991 wird der ”Rößler-Hof” wieder als Familienbetrieb geführt, 1997 begann man eine eigene Direktvermarktung aufzubauen. Ein Jahr später eröffnete der Hofladen. 2002 kam die Hofkäserei dazu. In einem anschließenden Gespräch wurden Themen wie EU-Richtlinie, Kennzeichnungspflichten für Lebensmittel und Milchquote besprochen.

Nächste Station war der Stollberger Ortsteil Beutha. Dort wurden in den vergangenen Jahren mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen der ILE-Förderung Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt. So konnte unter anderem das Schulgebäude und die Turnhalle saniert werden, auch die Gemeinschaftsräume der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wurden erneuert.

Am Abend stand noch eine Diskussionsrunde in Gablenz auf dem Programm. Eingeladen dazu hatte der CDU-Stadtverband Stollberg. Unter dem Thema: „Zukunftsperspektiven des Ländlichen Raumes – die Weiterentwicklung unserer Dörfer zu einem lebendigen Lebens- und Wirtschaftsraum“ ging es um die Herausforderungen der Zukunft.

Uta Windisch, selber langjähriges Mitglied im Ausschuss für Umwelt- und Landwirtschaft, ging in ihrem Impulsvortrag auf die große Bedeutung der Entwicklung im Ländlichen Raum ein. Auch der Erzgebirgskreis hat in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang von Förderungen der Europäischen Union profitiert. In der abgelaufenen Förderperiode von 2007 bis 2013 flossen allein über das Programm ILE über 83 Millionen Euro in die Region. „45 Prozent der Bevölkerung Sachsens wohnen im Ländlichen Raum, der mehr als 80 Prozent der Landesfläche umfasst. 61 Prozent des Bruttoinlandsproduktes des Freistaates Sachsen wird auf dem Land erwirtschaftet, nur 39 Prozent in den Ballungsgebieten. Das zeigt, welche große Bedeutung der Ländliche Raum hat. Wir müssen auch in der kommenden Förderperiode, die bis 2020 gehen wird, dieser Aufgabe gerecht werden“, so Uta Windisch.

Dr. Peter Jahr ging in seinen Ausführungen auf die Agrarpolitik der Europäischen Union und deren Auswirkungen vor Ort ein.

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