Knapp 8.000 Euro für verfolgte Christen

Rund 1.000 Menschen waren zur Veranstaltung nach Schwarzenberg mit Volker Kauder gekommen. Foto: Chris Bergau

Rund 1.000 Menschen waren zur Veranstaltung nach Schwarzenberg mit Volker Kauder gekommen. Foto: Chris Bergau

Schwarzenberg. 7888 Euro haben die Teilnehmer einer Veranstaltung mit CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder für verfolgte Christen gespendet. Das Geld kommt dem überkonfessionellen Hilfswerk Open Doors zugute. An der Kundgebung in Schwarzenberg nahmen rund 1000 Menschen teil. „Ich bin total überwältigt von der großen Solidarität der Erzgebirger für Christen in Not“, sagte CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß nach der Veranstaltung. Zusammen mit seinen Kollegen Thomas Colditz, Uta Windisch und Steffen Flath, hatte er Kauder zum Vortrag über die Christenverfolgung in aller Welt eingeladen. Mit 300 Gästen habe man gerechnet, mehr als drei Mal so viele seien gekommen.

In seinem Vortrag beklagte Kauder die mangelnde Religionsfreiheit in vielen islamischen Staaten. Wer sich vom Islam abwende, müsse in einigen Ländern mit dem Tod rechnen. Kauder sprach sich für Waffenlieferungen in den Irak aus, um den religiösen Minderheiten zu helfen. „Allein mit Gebeten ist die Terrorgruppe ‚Islamischer Staat‘ nicht zu stoppen“, so der CDU-Politiker. In Syrien und dem Irak würden Christen brutal vertrieben, versklavt und ermordet. Wenn ein Land wie Katar den islamistischen Terror unterstütze, dann sei die Frage erlaubt, ob man dort eine Fußball-Weltmeisterschaft fröhlich austragen könne. Die muslimischen Verbände in Deutschland forderte der Unionsfraktionschef auf, klare Worte über die Vertreibung der Christen im Irak zu finden. „Wegducken geht nicht“, so Kauder. So wie es in Deutschland erlaubt sei, Moscheen und Synagogen einzurichten, so müsse es Christen in der islamischen Welt auch gestattet sein, Kirchen zu unterhalten.

Auch in Ländern wie der Türkei sei die Religionsfreiheit nicht gewährleistet. Das Land sei meilenweit von einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union entfernt. Ehe sich die Lage der Christen nicht bessere, sollten keine weiteren Verhandlungskapitel über einen EU-Beitritt aufgerufen werden.