Rettungsdienstabkommen ist Gewinn fürs Erzgebirge – grenzenlose Hilfe im Notfall

Schwarzenberg. CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß hat die Unterzeichnung des Rettungsdienstabkommens zwischen dem Freistaat Sachsen und den drei grenznahen Landkreisen in der Tschechischen Republik begrüßt. „Damit wird die notfallmedizinische Hilfe in den Grenzgemeinden verbessert“, sagte Krauß. Rettungswagen könnten nun ohne Probleme ins Nachbarland fahren und dort helfen. „Wenn im tschechischen Breitenbach ein Johannstädter beim Skifahren verunglückt, dann ist der Krankenwagen aus Erlabrunn vermutlich schneller vor Ort“, so der CDU-Gesundheitspolitiker. Ein weiterer Vorteil des Abkommens sei die Hilfe in Katastrophenfällen. „Wenn es viele Verletzte gibt, wird jeder verfügbare Rettungswagen benötigt“, erklärte Krauß.

Durch das Abkommen werden künftig Rettungseinsätze in einem Streifen von jeweils etwa fünf Kilometern beidseitig der sächsisch-tschechischen Grenze möglich. Die gegenseitige Hilfe erfolgt dann, wenn der landeseigene Rettungsdienst nicht rechtzeitig vor Ort sein kann. Es tritt am 1. Januar in Kraft. Einige Details seien noch zu klären, wie die Fragen der Haftung der Versicherung der beteiligten Notärzte, sagte Krauß. Dies müsse bis Anfang des nächsten Jahres erfolgen. Außerdem müssten Informationen darüber ausgetauscht werden, an welchen Orten Einsatzfahrzeuge mit einer bestimmten Ausstattung stationiert sind, damit die Leitstellen gezielt im Nachbarland anfragen könnten.