Menschen sorgen sich um Sicherheit

Schwarzenberg. CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß hat dazu gemahnt, die Sorgen der Erzgebirger im Hinblick auf die von Asylbewerbern ausgehende Kriminalität ernst zu nehmen. „Es ist nicht akzeptabel, dass sich junge Frauen nicht mehr getrauen, am Abend außer Haus zu gehen oder sich auf öffentlichen Plätzen, wie beispielsweise den Postplatz in Aue, frei zu bewegen“, sagte Krauß. Genau davon werde ihm aber in seiner Bürgersprechstunde berichtet. Schülerinnen würden von Ausländern in unangemessener Weise angesprochen, was sie verängstige. Gleichzeitig dürften aber nicht alle Asylbewerber unter Generalverdacht gestellt werden, sagte Krauß. “Die übergroße Mehrzahl ist rechtstreu.”

Straftaten von Asylbewerbern oder Ausländern dürften aber nicht verschwiegen werden. Im Erzgebirgskreis gebe es 21 so genannte „Mehrfach Intensivtäter Asylbewerber“, die in den vergangenen zwölf Monaten jeweils mehr als fünf Straftaten begangen hätten. Bis zum September 2015 seien im Kreis neun Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert worden. Hinzu kämen 174 Diebstahlsdelikte in diesem Zeitraum, die Asylbewerbern zugerechnet werden. In erster Linie handelte es sich um Ladendiebstähle.

Die gefühlte Bedrohungslage zeige sich auch an der Zunahme von Kleinen Waffenscheinen im Erzgebirgskreis. Als Kleiner Waffenschein wird ein Waffenschein bezeichnet, der zum Bespiel zum Tragen von Schreckschusswaffen berechtigt. Die Anzahl sei von 534 im Jahr 2012 auf 586 im vergangenen Jahr gestiegen. „Die Bürger rüsten auf, weil sie sie unsicher fühlen“, so Krauß. Doch das könne keine Lösung sein. Gegen straffällige Ausländer müsse mit harter Hand vorgegangen werden.