2.000 Kinder im Erzgebirge auf Unterhaltsvorschuss angewiesen

Schwarzenberg. Im vergangenen Jahr waren 2.076 Kinder im Erzgebirgskreis auf Unterhaltsvorschuss-Zahlungen durch das Landratsamt angewiesen. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Krauß hervor. 4,1 Millionen Euro gab die öffentliche Hand hierfür aus. Knapp 900.000 Euro wurden im Gegenzug von – zumeist – Vätern zurückgeholt, die ihrer Unterhaltsverpflichtung nicht nachgekommen waren. Die Rückholquote liege damit über dem Sachsendurchschnitt, sagte Krauß. “Es ist nicht akzeptabel, dass sich Rabenväter aus der Verantwortung stehlen”, so der CDU-Politiker. Deswegen müsse weiterhin der gezahlte Vorschuss von säumigen Vätern zurückgefordert werden. Der Staat geht in Vorkasse, damit Trennungskinder auch bei ausbleibender Unterhaltszahlung genug zum Leben haben.