Erzgebirge wird unterschätzt

Schwarzenberg. Laut dem Prognos-Zukunftsatlas liegt der Erzgebirgskreis auf Platz 368 aller 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Der am Freitag vorgestellte Zukunftsatlas verdeutlicht die Positionierung der Regionen im Standort-Wettbewerb. Dem Erzgebirge werden „hohe Zukunftsrisiken“ und geringe Innovationen bescheinigt (Platz 392). Im Vergleich zu 2013 macht der Erzgebirgskreis allerdings einen kräftigen Sprung nach vorn – im Teilbereich Dynamik von Platz 323 auf 262.

„Das Erzgebirge wird immer noch unterschätzt“, kommentierte CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß den Bericht. Er kenne viele innovative Mitbürger und Unternehmen im Erzgebirge – die allerdings zu unbekannt seien. Richtig sei aber auch, dass die Region vor großen Herausforderungen stehe, weil es zu wenige junge Menschen gebe. Der Landkreis habe seine Dynamik vor allem durch die deutlich gesunkene Zahl der Arbeitslosen erhöht, sagte Krauß.

In der Rubrik „Wohlstand“ landet der Erzgebirgskreis mit Platz 166 im vorderen Mittelfeld. Beim vorherigen Bericht im Jahr 2013 hatte der Landkreis noch auf Position 232 gelegen. „Preiswerte Mieten und niedrige Kriminalitätsrate führen dazu, dass das Erzgebirge eine lebenswerte Region ist“, erklärte CDU-Politiker Krauß.