Niedriger Milchpreis ist Katastrophe für Erzgebirgsbauern

Dresden/Schwarzenberg. Für den Protest auch von Bauern aus dem Erzgebirge vor dem Dresdner Parlament hat CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß Verständnis gezeigt. „Gerade für die Landwirte in den Gebirgslagen ist der niedrige Milchpreis eine Katastrophe“, sagte Krauß nach Gesprächen mit den Bauern am Donnerstag. Zur Milchviehhaltung gebe es im oberen Erzgebirge kaum Alternativen. Viele Bauern stünden mit dem Rücken an der Wand.

Einfache Lösungen gebe es nicht, sagte Krauß.. Der Staat könne nur begleitend helfen. So könne nunmehr der Pachtzins gestundet werden, wenn Landwirte landeseigene Flächen bearbeiteten. Die Marktposition der Erzeuger gegenüber ihren Abnehmern müsse dringend verbessert werden, forderte der CDU-Politiker. Die acht Erzeugergemeinschaften in Sachsen sollten sich vereinigen. Einen solchen Zusammenschluss würde der Freistaat fördern.

Die erzeugte Milchmenge war in den vergangenen Monaten in Deutschland und Europa gestiegen. Dadurch setzte ein Preisverfall ein. Landwirte erhalten derzeit weniger als 20 Cent für einen Liter Milch. „Um die eigenen Ausgaben zu decken, wären mindestens 30 bis 35 Cent nötig“, so Krauß.