Krauß warnt vor neuem Strahlenschutzgesetz

Schwarzenberg. CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß hat vor einer überzogenen Verschärfung des Strahlenschutzes gewarnt. „Für das Erzgebirge wäre das eine Katastrophe“, sagte Krauß. Hintergrund ist das geplante Strahlenschutzgesetz des Bundes. „Wenn sich das Bundesamt für Strahlenschutz mit seinem Referenzwert von 100 Bequerel durchsetzen sollte, dann müsste faktisch jedes Haus saniert werden“, so der CDU-Politiker. Deutschland solle lediglich die europäische Vorgabe von 300 Bequerel umsetzen und eventuell Ausnahmen für ehemalige Bergbaugebiete erreichen. In den kommenden Monaten wird mit der Vorlage eines Referentenentwurfes zum neuen Strahlenschutzgesetzes gerechnet.

Die Gefahr durch das Edelgas Radon würden zu stark dramatisiert, sagte Krauß. Allein durch den Granit lebe das Erzgebirge mit einer natürlichen Strahlung. „Rauchen ist im Vergleich deutlich problematischer“, so der CDU-Abgeordnete. In Berlin müsse man auf die Nachteile eines verschärften Strahlenschutzes aufmerksam machen. „Außerhalb Sachsens ist das Thema leider nur im Fichtelgebirge und Schwarzwald von größerer Bedeutung“, erklärte Krauß.