Das Baukindergeld kommt – schnell und rückwirkend

Der heimische Wahlkreisabgeordnete des Deutschen Bundestages, Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär im zuständigen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, berichtet: Die Spitzen der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben eine umfangreiche Wohnrauminitiative „Für mehr Wohnraum, bezahlbare Mieten und Wohneigentum für Familien“ beschlossen. Zentraler Bestandteil ist das Baukindergeld. Es soll noch in diesem Sommer im Bundestag beschlossen werden und rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gelten.

Pro Kind und Jahr erhält jede Familie so 1.200 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Für eine Familie mit zwei Kindern bspw. ergibt sich damit über zehn Jahre einen Betrag von 24.000 Euro, für eine Dreikindfamilie 36.000 Euro. Anrecht auf das Baukindergeld hat jede Familie, die in Deutschland zum ersten Mal eine Immobilie neu baut oder erwirbt.

Das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen darf dabei 90.000 Euro bei einer Familie mit einem Kind nicht übersteigen. Pro weiterem Kind erhöht sich dieser Betrag um 15.000 Euro. Für eine Familie mit zwei Kindern liegt die Einkommensgrenze somit bei 105.000 Euro und mit drei Kindern bei 120.000 Euro. Maßgeblich sind die durchschnittlichen Einkünfte der beiden Kalenderjahre vor der Antragstellung, die einfach mittels Steuerbescheid nachgewiesen werden.

Gefördert wird der erstmalige Erwerb von Wohneigentum als Familie. Berücksichtigt werden Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 18 Jahre alt. Die berücksichtigungsfähigen Kinder müssen ebenfalls im geschaffenen Wohneigentum leben, die antragstellenden Eltern Bezieher des Kindergeld oder des Kinderfreibetrags sein.

Der Anspruch auf Baukindergeld gilt für alle Kaufverträge beziehungsweise Baugenehmigungen für selbstgenutzte Immobilien in Deutschland, die seit dem 1. Januar 2018 neu abgeschlossen oder erteilt wurden. Bedarf es keiner Baugenehmigung, gilt der Anspruch auf Baukindergeld für Neubauvorhaben, von denen die Gemeinde nach Maßgabe des Bauordnungsrechts Kenntnis erlangt hat und mit deren Ausführung nach dem 1. Januar 2018 begonnen werden durfte.

Bereits im August sollen die Anträge für das Baukindergeld über ein bürokratiearmes KfW-Förderprogramm gestellt werden können, die Auszahlung wird dann auch schon im Herbst erfolgen.

„Diese neue Förderung, die Familien- und Wohneigentumsförderung zugleich ist, und vor allem im ländlichen Raum wirkt, stand im Wahlprogramm von CDU und CSU. Nun setzen wir sie schnell um. Dafür haben wir im BMI die letzten Wochen intensiv gearbeitet. Ich freue mich, dass so schnell vor Ort wirksame Früchte meiner neuen Aufgabe sichtbar werden“, so Marco Wanderwitz, der im Bundesinnenministerium der fachlich zuständige Parlamentarische Staatssekretär ist.