Zahl tschechischer Arbeitnehmer verzehnfacht

Schwarzenberg. Die Zahl ausländischer Arbeitnehmer im Erzgebirgskreis hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß hervor. Im Jahr 2012 arbeiteten 1045 Ausländer im Landkreis, 2017 waren es bereits 3577. „Anders als viele vermuten, hängt der Zuwachs nicht mit Asylbewerbern zusammen“, erklärt Krauß. Lediglich 53 Syrier seien im Erzgebirge beschäftigt, dagegen 1947 Tschechen. Die Zahl der tschechischen Arbeitnehmer habe sich binnen fünf Jahren fast verzehnfacht. Die zweitmeisten ausländischen Arbeitnehmer kommen aus Polen (186) und Rumänien (143).

„Die wachsende Zahl ausländischer Arbeitnehmer ist der hervorragenden Arbeitsmarktlage geschuldet“, so Krauß. Mittlerweile liege die Arbeitslosenquote im Landkreis unter dem Bundesdurchschnitt und viele Unternehmer klagten, kein einheimisches Personal finden zu können. „Ohne die ausländischen Mitarbeiter würden viele Betriebe nicht mehr funktionieren, von Krankenhäusern ganz zu schweigen“, so der CDU-Politiker. Die Grenzlage des Erzgebirges sei früher ein Nachteil gewesen. „Jetzt kommt es uns zugute, weil viele Tschechen zur Arbeit nach Sachsen pendeln können“, sagte der Bundestagsabgeordnete.